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Gemeindeleben in Neukirch

Erntedankfest in Neukirch

Erntedankfest - ein fröhliches Wort! Dabei wissen wohl nur noch die Älteren, wie sich Ernte hautnah anfühlt. Wenn die Kornpuppen gestellt wurden und die Kinder darin Verstecken spielten. Wenn die Garben auf hochbeladenen Erntewagen in die Scheunen schwankten, gezogen von kräftigen Pferden. Wenn dann die Dreschmaschinen von früh bis in die Nacht ratterten, und neben den Strohballen die schwere Körnerlast in die Jutesäcke schütteten. Oder dann später die schweren eisenbereiften Ackerwagen auf den Feldern standen und hunderte emsige Hände die Kartoffeln in Körbe sammelten und auf die Wagen schütteten. In den Bauernhöfen drehten sich die Sortiertrommeln, und mit ihren Leiterwägelchen kamen die Dörfler, um ihren Wintervorrat zu holen. Für das Vieh in den Ställen wuchsen tonnenweise Rüben heran, und von den alten Bäumen hinter dem Haus und an den Straßenrändern wurden Äpfel und Birnen abgenommen. Ja, da war das ganze Dorf beteiligt, bangte bei Nässe- und Kälteperioden und war dann mit Freude dabei, wenn die Ernte eingebracht werden konnte, ob von den Feldern oder aus dem Gärtlein zu Hause. Heute sehen wir von weitem die Staubfahne des Mähdreschers, in dessen Fahrerkabine ein Mann oder eine Frau das leistet, wozu früher hunderte Menschen im Schweiße ihres Angesichts hart arbeiten mussten. Gleich nach dem Strohräumen kommt der gewaltige John Deere. Mit seinem 8-Schaar-Pflug bricht er die Erde um, und wenig später wird die neue Saat in den Boden gebracht. Der Kreislauf kann neu beginnen. Wir sind nicht mehr so dicht dran an dem Geschehen von Saat, Pflege und Ernte, das Wunder indes ist unverändert geblieben. Und so ist es recht und billig, dass wir Erntedankfest feiern in der geschmückten Kirche. Gott sei Dank finden sich immer wieder Menschen in Neukirch und Ringenhain, die unsere Kirche festlich schmücken mit Kränzen, Girlanden, mancherlei Erntegaben und einem schönen Bogen über dem Mittelgang. Und natürlich gehört dankbare und fröhliche Musik zu so einem Fest, sei sie gesungen oder auf Instrumenten gespielt. Dies alles haben wir in reichem Maße in unserer Gemeinde, Gott zu Lob und Ehre, aber natürlich auch uns zur Freude. Ein besonders schönes Konzert am Nachmittag rundete diesen Erntedanktag ab. Die Sopranistin Lindsay Funchal, der Trompeter Markus Kuhn und Prof. Michael Schütze an der Orgel nahmen uns in wechselnder Besetzung musikalisch mit in Klangwelten von Barock bis Gegenwart. Die virtuosen Darbietungen nötigten Staunen und Hochachtung ab, sie erfüllten die Herzen der Zuhörer mit innerer Freude. Erntedanksonntag 2017 – es war ein Tag, der seinem Namensanspruch gerecht wurde.
[C. Krause]

Brand im Zirkuswagen

Sonnabend, 2. September. Die friedliche Abendstille im Dorf wird jäh vom Heulen der Sirenen zerrissen. Nach wenigen Minuten rücken die Löschfahrzeuge aus, doch trotz allen Einsatzes kann ein im Vollbrand stehender Wohnwagen nicht gelöscht werden. Es gelingt aber, die umstehenden Zelte des Zirkus „Magic“ der Familie Endres vor Schaden zu bewahren. Der Wohnwagen aber ist hin - und mit ihm Kostüme und Requisiten für die Vorstellungen. Und die drei Söhne der Familie haben nun kein Zuhause mehr. Wie konnte es dazu kommen? An der dicht beim Festplatz liegenden Skaterbahn haben Jugendliche um diese späte Zeit mit Böllern hantiert. Dabei ist wohl so ein Explosivgegenstand unter dem Wohnwagen detoniert - mit fatalen Folgen. Glück im Unglück war, dass die Jungs noch nicht im Bett lagen und so niemand verletzt wurde. Zunächst versuchte die Familie, den Vorstellungsbetrieb ohne Kostüme weiterzuführen, ein mühseliges Unterfangen. Doch sehr bald setzte eine große Hilfsbereitschaft ein. Der Bürgermeister initiierte einen Spendenaufruf, dem viele folgten. Die Kirchgemeinde beschloss, die Sonntagskollekte und weiterer Veranstaltungen für die Geschädigten zur Verfügung zu stellen. So wurden in der Woche nach dem Brand 830€ für die Zirkusfamilie Endres gespendet. Frau Endres gab im Gottesdienst einen kurzen Situationsbericht und dankte bewegt für die Zeichen der Solidarität. Der Wochenspruch aus Matthäus 25,4 liest sich dabei wie eine treffende Illustration des Geschehens. Kostüme für die Weiterarbeit haben Kollegen inzwischen geliehen. Was jetzt fehlt, ist Bekleidung für die drei Jungen vor allem für die beginnende kalte Zeit. Und dann natürlich ein passender, bezahlbarer Wohnwagen…. Der Zirkus Magic wird weiterziehen und mit seinen Vorführungen Freude und Abwechslung in den Alltag vieler Menschen bringen. Für Familie Endres und ihre Tiere erbitten wir Gottes Segen und Geleit auf ihrem weiteren Weg.
Alle, die im Nachhinein die Zirkusfamilie unterstützten möchten, können dies per Überweisung tun:
Isabel Endres IBAN DE20 7601 0085 041235 7855

Wiederweihe der Neukircher Eule- Orgel

am 27. August 2017

Lange mussten wir Neukircher warten, nun war er endlich da, der Tag der Wiederweihe unserer Orgel. Der Festgottesdienst ging 14.00 Uhr los und besonders stolz waren wir, dass unser Landesbischof, Pfarrer Dr. Carsten Rentzing, die Weihung der Orgel vornahm und in unserer Kirche zu Gast war. Es war wunderbar, dass unsere Kirche zu diesem schönen Anlass gut besucht war. Auch unsere Kantorin, Frau Riechen, hatte wieder schöne Lieder ausgesucht, welche wir gemeinsam mit Sängern vom Kirchenchor Steinigtwolmsdorf sangen - u.a. das Alleluja von Cesar Franck (Psalm 150). Weitere Mitwirkende waren der Posaunenchor Neukirch und Steinigtwolmsdorf, Annemone Schneider (Flöte), Romana Görlich (Violine), Mareike Riechen (Sopran) und Amadeus Egermann (Orgel). Die musikalische Leitung hatten Kantorin Dörte Riechen und Kantorin Ina Hultsch. Unser Pfarrer, Herr Briesovsky, bedankte sich ganz herzlich bei der Firma Eule-Orgelbau und bei der „Sparkassen-Stiftung für den Landkreis Bautzen“ sowie den vielen, vielen Spendern. Besonders dankte unser Pfarrer dem anonymen und großzügigen Spender, welcher neun 500-Euro-Scheine zusammengerollt in die Spenden-Orgelpfeife gesteckt hatte. Es war herrlich, unsere Orgel nun wieder im
schönsten Klang erleben zu können. Nach dem Gottesdienst konnten alle Gäste bei schönstem Wetter vor der Kirche Kaffee und Kuchen genießen. Für die Kinder war sogar eine Hüpfburg da, auf welcher sie sich austoben konnten. An dieser Stelle sei nochmals allen fleißigen Helfern und den vielen Kuchenbäckern gedankt.

Konzert für Violoncello, Violine und Orgel
Nachdem sich nun alle bei Kaffee und Kuchen gestärkt hatten, gab es um 17.00 Uhr ein festliches Konzert zur Wiederweihe der Eule-Orgel. Es war ein großartiges, musikalisches Erlebnis und es erklangen Werke von Johann Sebastian Bach, Georg Philipp Telemann, Christopher Tambling, Joseph Gabriel Rheinberger und Alexandre Guilmant. Den hervorragenden Musikern Amadeus Egermann aus Ebersbach (Orgel), Mandy Egermann aus Ebersbach (Violine) und Hans- Ludwig Raatz aus Dresden (Violoncello) kann man nur für dieses schöne Konzert danken. Dieses Konzert war ein großartiger Abschluss der Feierlichkeiten zur Wiederweihe unserer Eule-Orgel.

[Marina Thomas]

48 h Aktion der JG

Wir haben es wieder getan. Auch an der diesjährigen 48h Aktion des Landkreises Bautzen haben wir wieder teilgenommen. In leuchtend roten T-Shirts waren wir rund um den JG-Raum und das alte Pfarramt unterwegs und packten gemeinsam an. In diesem Jahr war der Außenbereich um unsere JG dran, mit Zaun bauen und kleinen Schönheitsreparaturen. Dann packten wir mit an, um das alte Pfarramt zu entrümpeln. Unterstützt wurden wir von Jans Wünsche - mit Material und Tatkraft - und Frau Wobst, die uns mit leckerer Pizza versorgte.
[C. Berger im Namen der JG]

Kinderbibeltage 2017

Echt spritzig,
so lautete das Motto beim diesjährigen Zeltlager. In der ersten Ferienwoche trafen sich wieder 62 Kinder rund um das Kirchgemeindehaus in Neukirch. Nach dem Zeltaufbau und einem ersten Kennenlernen, lernten wir das Element Wasser besser kennen – „Was Wasser alles kann“. Unter diesen und anderen Aspekten hörten wir in den folgenden Tagen auch biblische Geschichten. Wasser kann zerstören – Gleichnis vom Hausbau auf Fels und Sand; Wasser spendet leben – Hagar findet eine Quelle und begegnet dem Engel Gottes; Wasser macht rein – die Taufe Jesu. Wir wurden handwerklich aktiv, entdeckten eine Quelle und bekamen in der Wasseraufbereitungsanlage in Neukirch viele tolle Informationen von einem Mitarbeiter. Am Mittwoch machten wir einen Ausflug zum Schlauchbootfahren auf der Neiße. Und so ging es dann auch echt spritzig zu – ob nun im Schwimmbad, beim Paddeln oder am letzten Tag durch Wasser von oben. Natürlich hatten wir alle wieder viel Spaß. Wir danken auf diesem Weg allen Eltern, die uns mit Kuchen, Trinken, Obst und Gemüse unterstützt haben.

[C. Berger]

Dohlen im Kirchturm

Mit den neuen Schalltoren der Glockenstube hatte Meister Schmidt auch neue Nistkästen eingebaut. Aus Bautzen war Herr Urban gekommen, um nach den Vögeln zu sehen. Erfreulicher weise haben sie die neuen Kästen angenommen. Drei junge Dohlen, etwa 14 Tage alt, holte Herr Urban vorsichtig in einem Säckchen herunter. Sie wurden gewogen und für gut befunden. Jedes Füßchen wurde mit einem Ring versehen. Frau Urban notierte Daten, Gewicht und Ringnummer. So kann später jede Dohle bestimmt und zugeordnet werden. Mit einem starken Fernglas konnte Herr Urban von unten die Ringnummer einer Dohle erkennen, die oben auf dem Kirchturm saß. Weiter oben in der Laterne nisten Turmfalken. Von ihnen ist viel häufiger die Rede. Dohlen sind aber viel seltener auf unseren Türmen zu finden. Schön, dass wir in Neukirch zu den Privilegierten gehören, die den selten gewordenen Vögeln eine Heimstatt geben können.
[Christoph Krause]

Schäden durch Sturm

Am Donnerstag, dem 22. Juni, gegen 17.15 Uhr zogen dunkle Wolken übers Neukircher Tal und brachten einen heftigen Sturm begleitet von Hagel und wolkenbruchähnlichem Niederschlag. In vielen Grundstücken verursachte diese Wetterlage zum Teil große Schäden. Auch das Kirchgemeindegelände blieb nicht verschont. Wie berichtet wurde, fuhr der Wind unters Kirchendach und hob auf einer Hälfte die Dachziegel an, wobei letztendlich ein Bereich von etwa 5 m² abgedeckt wurde. Dachdeckern der Firma Garth hatten wir es zu verdanken, dass weiterer Schaden verhindert wurde. Sie waren bald zur Stelle und schlossen das offengelegte Dach vorerst mit einer Plane. Im Friedhofsgelände wurden vier Bäume entwurzelt. Glücklicherweise blieben die Grabanlagen unversehrt. Friedhofsmeister und Mitarbeiter haben noch am Abend den gefährdeten Bereich abgesperrt und sind jetzt dabei, den Windbruch zu beräumen. Durch Informationen von Anwohnern erfuhren wir gleich am nächsten Morgen, dass auch Schaden im Kirchwald entstand. Es ist erschreckend, wie wir den Naturgewalten hilflos ausgeliefert waren. Trotzdem können wir dankbar sein, dass, so weit uns bekannt ist, kein Mensch zu Schaden gekommen ist.

Abschied von Walter Pfützner

Vor mehr als 8 Jahren, ich war dabei das Kirchenarchiv zu digitalisieren und in säurefeste Kartons zu verbringen, erhielt ich einen Anrufim Pfarramt. Es war Walter Pfützner, ob ich wüsste wo die verschollen geglaubte „Geißlersche Chronik“ von 1631 wäre. Ja, das wusste ich und ob auch die „Polizei- und Gerichtsordnung“ von 1623, sowie die „Christliche Kirchenn und Schulordnung des Dorffs Neunkirchen“ …von 1625 da wäre? Er wolle das alles in die lateinische Schrift übertragen! Das umfangreiche Buch erschien 2010 und ist noch in wenigen Exemplaren im Pfarramt erhältlich. Zu dem Zeitpunkt war mir schon bekannt, dass er das Lesen und Übertragen alter Schriften ausgezeichnet beherrschte, auch dass er ein „wandelndes Lexikon“ der Heimatgeschichte weit über Neukirch hinaus ist. Als ich ihn persönlich kennenlernte, erzählte er mir, dass er naturwissenschaftliche Beiträge, beispielsweise zu Vögeln publizierthatte und noch in Neukirch in der damaligen LPG Wetteraufzeichnungen anfertigte.

Da lag es natürlich nahe, ihn für das Buch „Sieben Pfarrer berichten aus drei Jahrhunderten“ (erschienen 2013) zu gewinnen. Das Buch, es waren 700 Exemplare, ist schon lange ausverkauft. Im Jahre 2005 war er am Buch „Die Geschichte Neukirchs“ mit dem Beitrag „Kulturbilder und Annalen von Neukirch am Hohwalde“ von Dr. Georg Pilk beteiligt. Die Übertragung der handschriftlichen Vorlage, hinterlegt im Staatsarchiv Dresden, war eine ziemlich umfangreiche Arbeit. Unser Antrag, ihn für sein Lebenswerk mit dem Sächsischen Heimatpreis 2011 auszuzeichnen, wurde leider abschlägig beschieden. Jeder, der mit ihm zu tun hatte, schätzte nicht nur sein umfangreiches Wissen, sondern auch seine Hilfsbereitschaft dieses Wissen völlig uneigennützig weiterzugeben! Im Oktober 2016 kam er ins Pflegeheim nach Hohnstein und starb kurz vor seinem 84. Lebensjahr am 4. Juni 2017. Die Trauerfeier fand am 15. Juni in Neustadt am aufgebarten Sarg statt. Mir persönlich ist sein Tod sehr nahe gegangen.
[Elisabeth Rieger]

Kinderchor aus Ebersbach

Wir – die Kinderchorkinder aus Ebersbach und einige Gäste – verbrachten dieses Jahr das verlängerte Himmelfahrtswochenende singend und musizierend zusammen mit dem Taubenheimer Kinderchor in Neukirch. Es war eine sehr schöne Zeit mit vielen tollen Erlebnissen. Am Himmelfahrtstag gestalteten wir nach einer Wanderung nach Ringenhain den Gottesdienst aus und stärkten uns danach bei einem gemeinsamen Kaffeetrinken. Außerdem besuchten wir den Orgelbauer Eule, besichtigten den Bautzener Dom und m erfrischten uns im Neustädter Bad. Ganz lecker fanden wir die Pizza, von uns selbst gebacken mit dem Profibäcker Andreas Hultsch von der „Himmelsbäckerei“. Einen Großteil der Zeit probten wir im Gemeindehaus in Neukirch. Wir hatten viel Freude miteinander und eine gute Gemeinschaft. Am Samstag führten wir in der Kirche das Stück „Lore in der Orgel“ auf und den Abschluss bildete der musikalische Gottesdienst am Sonntag. Unseren Gasteltern danken wir herzlich für die Gastfreundschaft, die gute Versorgung und Beherbergung und unseren Kantoren für die fröhliche Zeit, die sie mit uns verbracht haben. Wir freuen uns auf nächstes Jahr wieder.
[Lilly Hempel]

Ein besonderer Dank an die Neukircher Kirchgemeinde mit ihren Mitarbeitern, die uns freundlich empfangen haben und uns eine gute Zeit ermöglicht haben! Erwähnt werden muss auch noch das leckere Kaffeetrinken zum Himmelfahrtsgottesdienst - ein Hoch auf alle Bäcker!
[Amadeus Egermann]

Nachlese

Monika Martin hat ihr Versprechen eingelöst Vor 3 Jahren gab Monika Martin ihr erstes Kirchenkonzert in unserer Kirche. Schon damals hat Monika Martin den Besucherndes Konzertes versprochen, wieder einmal ein Konzert in unserer Kirche zu geben. Dieses Versprechen hat sie nun am 13.05. in diesem Jahr eingelöst. Besonders stolz war unser Kirchenchor, dass er bei diesem Konzert das Vorprogramm ausrichten sollte. Unsere Kantorin, Frau Riechen, hatte ein kleines Programm mit sehr schönen Liedern zusammengestellt. Es wurden noch Sängerinnen und Sänger von Chören aus umliegenden Gemeinden für diesen Auftritt eingeladen, die unseren Chor mit ihren Stimmen tatkräftig unterstützen sollten. Zusammen erlebten wir dann schöne Proben und freuten uns schon auf diesen wunderbaren gemeinsamen Auftritt. Unsere große Chorgemeinschaft war sehr aufgeregt, als nun am 13.05. um 19:00 Uhr das Konzert begann. Frau Riechen moderierte unser kleines Programm und nachdem wir zum Abschluss das Halleluja von Leonard Cohen gesungen hatten, bekamen wir viel Beifall vom Publikum. Unsere Lieder haben also anscheinend gefallen und dies wurde dann auch später noch durch viel Lob von Besuchern des Konzertes bestätigt. Nach unserem Auftritt war es dann so weit und Monika Martin betrat die Kirche mit dem wunderschönen Lied „Heilig, heilig, heilig“. Es folgten viele ihrer bekanntesten Lieder, welche die Künstlerin passend für ein Kirchenkonzert ausgesucht hatte. Monika Martin begeisterte das Publikum wieder mit ihrer schönen Sopranstimme - aber auch mit ihrer feinfühligen Moderation und ihrer ehrlichen Art. Zum Abschluss hat Monika Martin mit dem gesamten Publikum im Chor das Lied „Großer Gott wir loben dich“ gesungen. Das Publikum bedankte sich für das schöne Konzert mit Standing Ovation und als Zugabe sang Monika Martin dann noch das „Ave Maria“ von Bach/Gounod. Wir hoffen sehr, dass wir diese großartige Künstlerin wieder einmal in unserer Kirche begrüßen können.
[Marina Thomas]

Restaurierungsarbeiten

an der Altardecke

Das Ehepaar von Kleist hatte sich der mühevollen Restaurierung unserer Altardecke angenommen.Bereits vor Jahren wurden von ihnen die altehrwürdigen Ornamente einer bereits zerfahrenen Altardecke entnommen und auf dazu passenden Stoff aufgenäht. Nun lösten sich bei diesen Ornamenten ebenfalls die Schmuckfäden. Mühevolle Handarbeit war angesagt. Mit Hingabe nahmen sich Ina und Hans-Henning von Kleist auch dieser Arbeit an. Beide übergaben mit Freude im vergangenen Monat das wieder hergestellte Altarparament.

Herzlichen Dank!

Betriebsbesichtigung im Orgelbau

Am 16.3. trafen sich interessierte Gemeindeglieder aus Neukirch/L. am „Orgelbau Eule“ in Bautzen. Angeregt zu dieser Besichtigung wurde durch die begonnene Restaurierung unserer Kirchenorgel. Die Neukircher Kirchenorgel ist das Erstlingswerk von Orgelbaumeister Hermann Eule und wurde 1873 fertiggestellt. Herr Kocourek von der Firma konnte uns jetzt sogar noch die historische Rechnung zeigen.

Durch Herrn Kocourek erhielten wir dann einen umfassenden Einblick, wie eine Orgel entsteht, nämlich durch präzise saubere Arbeit vieler Gewerke. Im ersten Raum stand da ein hohes Orgelgrundgerüst, sauber zusammengebaut, geschliffen und poliert aus bestem Lärchenholz. Auch der dazugehörige Spieltisch mit 2 Etagen, Fußpedalen, Registern u.a. war fertig. Wie der musikalische Teil der Orgel aussieht, erfuhren wir in der nächsten Abteilung. Hölzerne Pfeifen und Zinnpfeifen entstehen hier. Die Zinnpfeifen werden aus einer dicken Zinnplatte zu dünnen Blechen gegossen, danach zugeschnitten, gebogen und geformt und letztendlich zum Klingen gebracht. Was man an einer fertiggestellten Orgel nicht mehr so einfach sehen kann, sind die hölzernen Pfeifen, die Blasebälge und die moderne Elektronik.
Alle Teile werden hier in Handarbeit im eigenen Betreib hergestellt. Wir staunten und waren begeistert von den vielfältigen kunsthandwerklichen Tätigkeiten der Handwerker, Techniker und Künstler. So wird dann auch unsere heimatliche Kirchenorgel mit ihren 2000 Pfeifen nach der Restaurierung wieder mit strahlendem Klang ertönen.
[G. und K. Richter]

Am 28. Februar wurde Gisela Hultsch heimgerufen. Mit ihrer Familie trauern Bläser und Sänger der Neukircher Chöre um ihr langjähriges Mitglied. Mit großer Freude und Einsatzbereitschaft hat sie diesen Dienst über Jahrzehnte getan. Für diese gemeinsame Zeit sind wir von Herzen dankbar. Auch neben der Musik hat sie das Leben unserer Kirchgemeinde in mannigfacher Weise mit gestaltet und geprägt. Die Verbindung zur Partnergemeinde Rotenburg sei hier als Beispiel genannt. Durch einen tragischen Unfall wurde dieses tatkräftige Leben in einem Augenblick in sein Gegenteil verkehrt. Sie, die immer zur Stelle war, wenn sie gebraucht wurde, war nun vollständig auf Hilfe angewiesen. Fünf Jahre vergingen so zwischen Hoffen und Bangen und Fragen, ohne gültige Antwort zu finden. Auf ihrem letzten Weg haben wir sie mit Gesängen und geblasenen Chorälen begleitet. Schon unsere Vorfahren haben aus diesen Liedern Trost und Ermutigung erfahren. So, wie es Gisela Hultsch ihr Leben lang getan hat, wollen wir singen und spielen, demHerrn zu Lob und Ehre und den Menschen zur Freude und zum Trost.

[Christoph Krause im Auftrag der Sänger und Bläser der Neukircher Chöre]

Weltgebetstag der Frauen 2017

Unter dem Motto des diesjährigen Weltgebetstages „Was ist fair?“ wurde ein Informations- und ein Gebetsabend angeboten. In Neukirch und Ringenhain waren die Frauenkreise und der Seniorenkreis ebenfalls von diesem Thema geprägt. Frauen der Philippinen informierten über ihr Land, gaben aber auch Einblick in ihr Leben und ihre durchaus schwierigen Lebenssituationen. Unsere Spende für die Weltgebetstagsprojekte ergab 350,00€. Vielen Dank dafür! Mit der Kollekte können Frauen- und Mädchenprojekte in Europa, Lateinamerika, Afrika, dem Nahen Osten und Asien unterstützt werden. An dieser Stelle sei besonders dem Vorbereitungsteam und allen Mitwirkenden gedankt, durch deren Einbringen die Veranstaltungen des Weltgebetstages für alle Anwesenden ein ganz besonderes Erlebnis waren.
[Petra Raasch]

Open Doors

Open Doors dankt für die Kirchgemeindespende von 102,70€. Diese Organisation steht im Dienst der verfolgten Christen weltweit. Pastor Douglas lebte in Bagdad, bis seine Kirche durch einen Bombenangriff komplett zerstört wurde. Zwei befreundete Pastoren überlebten diesen Angriff nicht.; er selbst entging nur knapp dem Tod, als er von islamischen Extremisten entführt wurde. Pastor Douglas zog daraufhin in den Norden des Landes nach Erbil, in die Hauptstadt des Kurdengebietes. Als im Juni 2014 tausende Christen aus Mossul und der Ninive-Ebene in diese Region flohen, nahmen Pastor Douglas und seine Kirchgemeinde mehr als hundert Flüchtlinge auf und versorgten sie mit Hilfe von Open- Doors mit dem Lebensnotwendigsten, daneben kümmert er sich von Anfang an besonders um die Kinder. Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit vor Ort liegt auf der Begleitung von traumatisierten Menschen.

Den Glauben leben

Ein Nachruf auf Johannes Mickel

Am 03. März ist Johannes Mickel verstorben. Viele ältere Gemeindeglieder werden ihn aus der Jungen Gemeinde kennen, die er schon als junger Mann ehrenamtlich leitete. Als der Ruf kam, in den kirchlichen Dienst zu treten, gab er seinen Beruf als Schneidermeister auf. Er ließ sich in Moritzburg zum Diakon ausbilden und begann 1964 seine Arbeit als Jugendwart der Ephorie Bautzen. Die Rüstzeiten mit ihm und seiner Familie bleiben unvergessen. Bei diesen fanden viele junge Leute zueinander. Neue Familien wurden im Glauben auf Jesus Christus gegründet, den er mit Frau und Kindern vorlebte. Obwohl viel unterwegs, kümmerten sich er und seine Frau Fridlinde um die Neukircher Kirchgemeinde. Ein Ehepaarkreis entstand. Viele Gemeindemitglieder fuhren gern nach Berlin zu den Treffen mit der Partnergemeinde aus Rotenburg, die auch von ihm organisiert wurden. Der Jugendarbeit folgte die Männerarbeit. ie Beziehung zum Altenheim in Krabcice war für ihn sehr wichtig und wurde mit Besuchen lebendig gehalten. Er leitete den Gesprächs- und Seniorenkreis, organisierte Ausfahrten und war für Jung und Alt da. Den Kreisen blieb er bis zum Ende verbunden. Wir haben mit ihm in der Bibel gelesen, gebetet, gesungen, gefeiert und gelacht. Er wird unvergessen bleiben!

[Immo und Gisela Zenker]

Informationen aus der Partnergemeinde

Unseren Gästen aus Tansania wurde im Juni eine Spende von 50 € für Spielzeug und Schulmaterial übergeben. Joice Nditi bedankt sich ganz herzlich und schickte uns diese Bilder. Im August gab es einen Pfarrerwechsel. Neuer Pfarrer ist Rev. Michael Kanju. Seit 23 Jahren arbeitet er als Pfarrer. Er ist 54 Jahre, verheiratet und hat 2 Kinder. Herzlichst dankte Pfarrer Kanju für die Grüße von Pfarrer Briesovsky zu seinem Amtsantritt, die im Gottesdienst verlesen wurden. Rev. Ishmael Ngoda arbeitet jetzt in der Gemeinde Mikanjuni/Tanga. Ein besonderer Höhepunkt in der Gemeinde war der Kindertag am 2.10.2016. Kinder gestalteten mit einem Musical den Gottesdienst, anschließend gab es ein gemeinsames Essen und Spiele. Es war ein gesegneter Tag. Am 30. Oktober wurden in Kisosora 32 Jugendlliche konfirmiert. Im Gottesdienst segnete Pastor Ngoda die Konfirmanden.

[C. Mickel-Fabian]

„Blauer Schulrucksack“

für die Schulanfänger im Meru Gebiet
Wir danken allen
, die unsere Spendenaktion auch in diesem Jahr unterstützten. Ohne die Spenden der Ringenhainer, Neukircher, sowie aus Berlin, Grafenwöhr und London wäre es nicht möglich gewesen, 159 gepackte Schulrucksäcke beizusteuern.

Weihnachten 2016

Wir blicken dankbar auf die ereignisreichen Advents- und Weihnachtstage zurück. Die Gottesdienste in der Adventszeit, das abendliche Zusammenkommen bei einzelnen Gemeindegliedern zum „offenen Adventskalender“, der Adventsnachmittag, das Turmblasen und die festlichen Weihnachtsgottesdienste mit den Krippenspielen brachten uns die Geburt Jesu nahe. So sei allen gedankt, die zum Gelingen beigetragen haben. Zu den Gottesdiensten am Heiligen Abend füllte sich unsere Kirche mit vielen Besuchern. Wir danken für die Kollekte zur Christvesper (1.052,20€) und zur Christnacht (614,53€), sowie für die Spenden für „Brot für die Welt“ (900,00€).