Startseite | Impressum | Andacht von Pfarrer Briesovsky | Kontakt

Jahreshauptversammlung 2011



Bericht zur Jahreshauptversammung 11.02.2011

Liebe Mitglieder des Glocken-Fördervereins Neukirch !
Heute sind wir zusammen gekommen, um ein weiteres Jahr gemeinsamen Weges in der Rückschau zu betrachten. Über erreichte Ziele wollen wir uns freuen und bedenken, wie dies möglich wurde. Wir wollen aber auch nächste Ziele setzen und Wege suchen, diese zu erreichen. Bewährtes werden wir dabei fortsetzen, aber ganz sicher werden wir auch Neuland bearbeiten müssen, um in der gedachten Zeitspanne die übernommene Aufgabe bearbeiten zu können. Vor 11 Monaten, am 12. März 2010, kamen wir zu unserer letzten Hauptversammlung zusammen. Dieses Datum will ich als Ausgangspunkt für den heute zu gebenden Bericht festlegen. Elf Vorstandssitzungen haben in diesem Zeitraum stattgefunden, in denen die laufende Arbeit des Vereins koordiniert und die Richtung für die künftige Tätigkeit vorgedacht wurde. Die April-Sitzung wurde wesentlich vom bevorstehenden musikalischen Gottesdienst am 2. Mai geprägt. Kurzfristig ergaben sich dabei weitere Aufgaben für uns. Die Kirchgemeinde Neukirch-Schmorkau hatte an diesem Sonntag ihren Besuch angesagt. Unser Verein übernahm die Aufgabe, sich um die ca. 30 Gäste zu kümmern. Johannes Mickel gab eine Einführung in die Orts- und Kirchengeschichte. Bei Turmbesteigung und Kaffeetrinken kamen wir gut ins Gespräch. Am späteren Nachmittag gestalteten Sänger und Instrumentalisten ein schönes Konzert für unsere Glockensammlung. 1100 € konnten wir am Abend zählen. Anfang Mai wurde das Projekt der großen Infotafel vorgestellt. Konrad Mühlisch hatte in mehreren Etappen einen Entwurf entwickelt, dem der Vorstand nun zustimmte. Der Auftrag wurde an die Firma Morczinek-Werbung in Zschillichau vergeben. Zum Himmelfahrtstag am 13. Mai hatte uns der Feuerwehr-Förderverein eingeladen, an seinem traditionellen Fest am alten Spritzenhaus im Valtental teilzunehmen. Dazu errichtete unser Verein einen Zelt-Pavillion auf dem Gelände, und am Nachmittag bot der Posaunenchor ein Volksliederprogramm dar. Auch die unmittelbaren Bauvorbereitungen werden weiter vorangetrieben. So werden Gespräche mit dem Glocken-Sachverständigen und dem Projektanten angestrebt, um das Holz für den Glockenstuhl rechtzeitig beschaffen zu können. ( es sollte ja ausreichend lange vor dem Einbau lagern). Erste Gedanken zur Benennung der neuen Glocken werden formuliert, ein Thema, das uns über einen längeren Zeitraum begleiten und beschäftigen soll. Der Kultur-Förderverein tritt mit einem erfreulichen Angebot an uns heran: er will für ein konkretes Projekt 500 € übernehmen. Beim Erwerb des Eichenholzes werden wir dieses Angebot umsetzen. In der Juni-Sitzung konnte Michael Gnauck als neues Mitglied aufgenommen werden. Für den bevorstehenden Gottesdienst auf dem Valtenberg wurden Festlegungen getroffen, wie wir unseren Verein präsentieren wollen. Einige Mitglieder betreuten zu diesem Ereignis einen Informations-und Verkaufsstand. In diesem Zeitraum wurde erstmals ausführlich über Glockenzier und Bezeichnungen nachgedacht. Einvernehmen besteht seither darüber, dass die neuen Glocken Eigennamen bekommen, die natürlich biblische Bezüge haben sollen. Im Juli war die große Info-Tafel in Zschillichau fertig, wurde nach Neukirch geholt und zunächst im Turmeingang untergestellt. Auf Vorschlag des Vorstandes erfolgte die Aufstellung auf dem alten Friedhof in der Nähe der Hauptstrasse, so dass sie von vielen Passanten gesehen werden kann. Transport der Tafel, Rüstmaterial und auch die Arbeitsleistung wurden gesponsert. Wie wir die 64 Felder besser und schneller füllen können, wird heute noch zu besprechen sein. Hauptthema der September-Sitzung war die Vorbereitung des Konzertes am 19.September, dem Erntedankfest. Den bläserischen Teil des Konzertes gestalten vier Schüler der Landesmusikschule Dresden, an der Orgel amtiert unser Kantoren-Ehepaar. Eine neu gestaltete Postkartenserie erscheint und wird in einigen Geschäften und bei uns angeboten. Eine erste Anfrage wegen einer erneuten Beteiligung am örtlichen Weihnachtsmarkt steht auf der Tagesordnung und wird in den Aufgabenkatalog aufgenommen. Ausführlich war in der Novembersitzung über den in Planung befindlichen Weihnachtsmarkt zu reden. Die Kommune hatte sich aus finanziellen Gründen aus dem Vorhaben zurückgezogen. Um diesen mittlerweile traditionellen Markt zu retten, wurden vom Bürgermeister die Neukircher Vereine angefragt, ob sie in die Bresche springen würden. Nach mehreren Vorbesprechungen schien die Sache auf einem guten Wege. Doch bei der Vertragsgestaltung stellte die Gemeinde unerwartet Forderungen, die eine Absage des federführenden Kultur-Fördervereins zur Folge hatten. Damit schien das Vorhaben erledigt. In dieser Situation kam der bis dahin krankheitsbedingt nicht involvierte Bürgermeister wieder ins Amt. Mit großem Kraftaufwand konnte er einen gangbaren Weg vorschlagen und die Vereine zur nunmehr zweiten Kehrtwende bewegen. In kürzester Zeit mußten nun die vielen organisatorischen Hürden genommen werden. Viele freiwillige Helfer auch aus unserem Verein brachten das ob der Kürze der Zeit unmöglich Scheinende doch zu stande. Am Nachmittag des 1. Advent fand der Weihnachtsmarkt im Rittergut wie gewohnt statt. In großer Zahl kamen die Neukircher und ihre Gäste, um den vorweihnachtlichen Zauber zu genießen. Und als dann zu den Klängen des Posaunenchores tatsächlich leise der Schnee rieselte, war die Idylle wohl perfekt. Natürlich hat diese Sache Arbeit gemacht und auch ein paar Nerven gekostet. Aber zu erleben, was man bei gutem Willen gemeinsam erreichen kann, wiegt die Mühen um ein Vielfaches auf – und ein erkleckliches Sümmchen für das Glockenkonto ist ja am Ende auch übrig geblieben. Eine Formalie war im November zu klären. Da unsere Satzung die Legislatur der Kassenprüfer auf zwei Jahre festschreibt, wäre am 5. Dezember vorigen Jahres eine Vollversammlung zur Wahl eines Kassenprüfers nötig geworden. Mit Vorstandsbeschluß vom 3.11.2010 haben wir diese Zeit für Michael Keller bis zum heutigen Tag verlängert, um den Aufwand einer außerordentlichen Mitgliederversammlung zu vermeiden. Ich hoffe, ihr geht diesen Weg des Vorstandes mit. Das gleiche Problem wird uns im Dezember wegen der Vorstandswahl treffen. Hierüber sollten wir uns unter TOP 7 verständigen.
Ein wichtiges Ereignis war am 11.11., allerdings um 14 Uhr. Mit dem Glockensachvertändigen, Herrn Hesse, und dem Projektanten, Herrn Schönbrodt-Rühl, stiegen wir auf den Turm, um noch einmal zu prüfen, ob die bisherigen Planungen und Zeichnungen richtig sind und wie gedacht ausgeführt werden können. In einem Variantenvergleich wurde die vorliegende Glockenstuhlzeichnung als bestmögliche Lösung bestätigt. Sicher werden bei einem so großen Eingriff in die alte Bausubstanz weitere Arbeiten nötig werden, aber die Risiken bleiben überschaubar und beherrschbar. Die für uns wichtigste Aussage dieses Termins war das Votum des Sachverständigen, auf der Grundlage des nunmehr erreichten Spendenstandes im Frühjahr die Baugenehmigung anzustreben. Auch konnte er uns nach Vorliegen der Baugenehmigung einen Zuschuß der Landeskirche –üblicherweise 20% der Gesamtsumme-, in Aussicht stellen. All diese formal-rechtlichen Schritte liegen natürlich in der Kompetenz des Kirchenvorstandes, doch es ist unser legitimes Interesse, den weiteren Gang des Verfahrens mit großer Aufmerksamkeit zu begleiten. Unsere satzungsgemäßen Aufgaben werden wir weiter warnehmen, bis die neuen Glocken vom Kirchturm erklingen. In diesem Bemühen weiß ich uns in einer festen Gemeinschaft mit allen anderen Gremien unserer Kirchgemeinde. In der Dezember-Sitzung wurde Henry Kühn als 36. Mitglied in unseren Verein aufgenommen. Über den Weihnachtsmarkt konnte sowohl vom Ablauf als auch vom Ergebnis her eine recht positive Bilanz gezogen werden. Unterm Strich konnten wir 420 € für die Vereinskasse verbuchen. Drei Themenkreise prägten die erste Sitzung im neuen Jahr: Zum Ersten war die heutige Hauptversammlung vorzubereiten. Zum Zweiten ging es um den Kauf des Holzes für den Glockenstuhl. Die Wege bis dahin waren ja recht verschlungen. Nach den ersten fehlgeschlagenen Versuchen mit gespendetem Eichenholz wurden mehrere Varianten durchdacht, wie sinnvollerweise gutes Material zu beschaffen sei. Mittlerweile liegen konkrete Angebote vor, die sich bei 6 ½ T€ bewegen. Der Vorstand schlägt vor, dass der Verein diese Rechnung zu gegebener Zeit übernimmt. Nach wiederholtem Erörtern des Themas „Glockenzier“ liegt nunmehr ein vom Vorstand autorisiertes Papier vor, überschrieben mit „Vorschläge zur Benennung der neuen Glocken“ . Diese Ausarbeitung möchte ich Euch jetzt vorlesen.
In der Februar-Sitzung wurde die bevorstehende Hauptversammlung detailliert besprochen. Dabei entstand eine Frage, die ich nun an Euch weitergeben will und über die wir im Punkt 7 sprechen sollten : Die große Spendentafel war vom Ansatz her für Firmenspenden gedacht. Sollen wir sie nunmehr auch für Privatspenden öffnen? Ich würde hernach ein paar Gedanken dazu äußern und Eure Meinung dazu erbitten. Vielleicht ist dem Einen oder Anderen aufgefallen, dass ich ein ganz wichtiges Thema ausgespart habe. Natürlich haben wir in jeder Sitzung ein wachsames Auge auf die Entwicklung der Spendenkonten verwandt. Doch dazu gibt unser Kassenwart Torsten Fröde seinen Bericht. Zwei Eckpunkte will ich aber doch nennen: Im April betrug das Vereinskonto rd. 17 T€, jetzt stehen 22 T€ zu Buche. Der Gesamtspendenstand lag im April bei 51 600 €, heute sind die 69 T € überschritten. Ich halte es für unerheblich, auf welchem Konto die Spenden verbucht werden. Wichtig ist, die kontinuierliche Aufwärtsbewegung der Gesamtsumme staunend und dankbar warzunehmen. Genau an dieser Stelle kann jetzt ich eine ausgesprochen freudige Mitteilung machen. Wir erinnern uns alle an die letzte Hauptversammlung, in der uns Frau Buder den 5000- €-Scheck der Sparkassenstiftung überreichte. Auch dieses Mal kann ich Euch von zwei Briefen mit hohen Zuwendungen für unseren Verein berichten, die ich vor wenigen Minuten erhalten habe. Die Spender möchten aber noch nicht genannt werden, und so bitte ich um Euer Verständnis, wenn ich jetzt weder Namen noch Summen bekanntgebe. Dies wird zu gegebener Zeit geschehen. Ich versichere Euch, dass es sich um wertvolle und seriöse Zuwendungen handelt.
Damit rückt das von uns angestrebte Ziel in greifbare Nähe. Mit Claus Mai als dem derzeit verantworlichen Mann des Kirchenvorstandes besteht Konsens, dass die Baugenehmigung zügig angestrebt werden soll. Die verfügbaren Mittel erlauben nun, die Ausschreibungen für den Guß unserer neuen Glocken voran zu treiben. Ich hoffe und bin des zuversichtlich, dass dieser unerwartete, kräftige Schub weitere Kräfte mobilisiert, um die noch fehlenden ca. 20 T € bis zur Plansumme bald zu erreichen. Was wir bis hierher auf unserem gemeinsamen Weg erlebt haben, ist mit nüchternem Verstand betrachtet ein unglaubliche Erfolgsgeschichte. Faktisch das ganze Dorf, egal ob in der Kirchgemeindekartei eingetragen oder nicht, hat mitgeholfen. „Glocken gehören zum Dorf, das ist meine Heimat“ habe ich immer wieder gehört und erfahren. Wenn dann noch so eine Spende wie die eben genannte gebracht wird – ganz von sich aus,ohne dass jemand darum gebeten hat - dann steckt ein Kloß im Hals, und der Herzschlag pocht von unten dagegen. Aber genauso achte ich die vielen, vielen Taler, die unsere treuen Gemeindeglieder unermüdlich und immer wieder geben. In diesem gemeinsamen Wollen und Wirken sehe ich unseren Teil des Erfolges. Ich weiß aber auch, dass Gott unser Mühen bis hierher reich gesegnet hat. Wir wollen ihn bitten, seine segnenden Hände weiter über dieses Werk zu halten und über alle, die in welcher Weise auch immer, ihren Teil dazu beitragen. So segne uns der allmächtige und barmherzige Gott.

Ihr Christoph Krause