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Glockenweihe 12.10.2014

Liebe Einwohner von Neukirch und Ringenhain !

Nach sechs Jahren beharrlicher Arbeit ist es nun so weit:
Das neue Bronzegeläut für den Neukircher Kirchturm wird am Sonntag, dem 12. Oktober, zu seinem Dienst in unserer Kirchgemeinde geweiht.
Natürlich wollen wir dieses Ereignis würdig begehen. In drei Festzügen werden die neuen Glocken auf geschmückten Wagen, gezogen von Pferden, zur Kirche gebracht.
Die Züge starten um 13 Uhr. Der 1.Zug mit der großen Glocke kommt aus Ringenhain von der Fa. Riethmüller. Auf direktem Weg fährt er zur Neukircher Kirche. Der 2. Zug beginnt im Hof der Fa. Petschel an der Oststrasse . Er wird die Abendmahlsglocke führen, geht über den Kreisverkehr bis zur Wilthener Strasse, kreuzt an der Lohmühle die Bautzener Strasse und geht weiter über Bruno-Stiebitz- und Karl-Weikert-Strasse. An der Einmündung Hauptstrasse –Rathaus- treffen sich die zwei Züge und fahren gemeinsam weiter. Der 3. Zug beginnt bei Hultsch-Christian, Dresdener Strasse 41 und fährt auf Dresdner- und Hauptstrasse das Dorf hinauf. Auf diesem Wagen sind die beiden kleineren Glocken. Etwa ¾ 2 werden die vier Gespanne, eine Kutsche und die drei Glockenwagen, an der Kirche erwartet. Sie werden von der Südseite her einfahren. Am Turm steht der Kran bereit und lädt die Glocken ab. Um 14 Uhr beginnt der Weihegottesdienst. Chöre geben ihm einen festlichen Rahmen. Zur Weihe wird jede Glocke einzeln angeschlagen und in den Dienst unserer Kirchgemeinde genommen. Danach wollen wir um die Kirche ein fröhliches Fest feiern. Kaffee und Kuchen, Bratwurst und Getränke werden angeboten. Für Kinder und Erwachsene gibt es verschiedene Möglichkeiten, z. B. Kletterwand und Kinderschminken, aber auch Bilder und Videos oder – wenn vom Bauablauf her möglich-, ein Besuch der noch leeren Glockenstube. Aus Anlass dieses bedeutenden Ereignisses haben wir eine Festschrift drucken lassen, die an diesem Tag erstmalig (zum Preis von 3 € ) angeboten wird. Auch eine Foto-Postkarte mit Bildern der neuen Glocken, z.T. mit Ersttagsstempel, soll erstellt werden. Bis in den Abend wird die Kirche zu Gespräch und Besinnung offen sein.
Eine Nachtwache durch Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr wird dafür sorgen, dass unsere neuen Glocken sicher in den neuen Tag kommen. Am Vormittag des 13. Oktober wird der Kran die neuen Glocken in die Glockenstube heben, die dann hoffentlich für mehrere hundert Jahre ihr Zuhause bleibt.
Zur Vorbereitung werden noch viele fleißige Helfer gebraucht. Besonders das Schmücken der Glockenwagen ist eine gute Gelegenheit, den „Neuen“ ganz nahe zu kommen. Am Sonnabend, 11.10. ab 15 Uhr sind an den drei Standorten die Girlanden zu binden. Das Reisig dazu wird angeliefert. Am Sonntag, 12.10. ab 9 Uhr werden die Glocken und ihre Wagen für den Festzug geschmückt. Für jeden Wagen hat ein Gärtnerbetrieb unseres Ortes die Zuständigkeit übernommen. Für Ringenhain(Wagen1) ist dies Katja Friemel, für das Oberdorf (Wagen2) Doris Born, und für das Niederdorf (Wagen 3 ) Hans Händler. Bitte meldet Euch rechtzeitig für die jeweiligen Standorte bei den Genannten, damit diese wichtige Arbeit gut organisiert werden kann.
Für die Fahrt der Festzüge werden die Strassen nicht gesperrt. Jeder Zug wird durch ein Polizeifahrzeug angeführt, rückwärtig sichert ein Feuerwehrauto. Es muß also auf Gegen – und Überholverkehr geachtet werden. Rot-Kreuz-Helfer und Ordner werden für die Sicherheit dabei sein. Autofahrer sollten zwischen 13 und 14 Uhr die benannten Strecken vermeiden.
Für Festbesucher empfehlen wir, den Großparkplatz hinter dem Rittergut zu nutzen. Wir bitten auch, Wilthener, Bruno-Stiebitz – und Karl-Weikert-Strasse in dieser Zeit frei zu halten. Es wäre schön, wenn sich recht viele Begleiter den Zügen anschließen. Gemeinsam haben unsere Einwohner die enorme Summe von 150 T € zusammengelegt. Immer wieder haben wir das große Interesse an dem Vorhaben erfahren. Nun wollen wir auch zusammen feiern, wenn wir einen so schönen Schatz für unsere Dörfer gewonnen haben.

Kirchgemeinde und Glocken-Förderverein Neukirch
Joerg Briesovsky
Christoph Krause

Glockenguß am 27.06.2014

Liebe Vereinsmitglieder!
Am vergangenen Freitag, 27.6., wurden in Karlsruhe in der Glockengießerei Bachert unsere vier neuen Bronzeglocken   gegossen. Mit einem Bus  fuhren 38 Leute aus Neukirch und Ringenhain, Wehrsdorf und Dresden früh um fünf los. Nach störungsfeier Fahrt kamen wir gegen 13 Uhr in Karlsruhe an. Wir wurden freundlich empfangen, Kaffee und Gebäck standen für uns bereit.  Vier weitere ehemalige Neukircher kamen dort noch hinzu. In zwei Gruppen erklärte uns Frau Bachert den Werdegang eines Glockengusses und die umfangreichen Klangstrukturen dieses Instrumentes. Ein informativer Film vertiefte das Thema. Um 15Uhr 15 war es dann so weit, wir wurden in die Gießhalle geführt. Die Tore wurden geschlossen, Hitze und Rauch umgaben uns. Im ölgeheizten Schmelzofen hatte die Bronze nun ihre Gießtemperatur von 1040 Grad erreicht. Ein kurzes Gebet, dann gab der Meister mit dem Ruf "In Gottes Namen"  den Auftrag zum Anstich. Wuchtige Hammerschläge durchschlugen das Spundloch, und rotglühend schoß der Bronzestrahl in den ersten Kanal. Frau Bachert verlas dazu mit ruhiger Stimme, für welche  Gemeinde die Glocke gegossen wird, wie schwer sie sein,  in welchem Ton sie erklingen und welche Zier sie tragen wird. Dies wiederholte sich sieben mal. Für Neukirch wurden vier Glocken gegossen, für Kochstedt  in Sachsen-Anhalt zwei und für eine spanische Gemeinde eine. Nach 20 Minuten versiegte der Bronzefluß. Meister Bachert trat nach vorn auf die Arbeitsbühne. " Der Guß ist ordnungsgemäß verlaufen. Alle Formen sind richtig gefüllt. Ich erwarte ein gutes Ergebnis, doch mit Sicherheit kann dies erst nach dem Abkühlen in etwa drei Wochen gesagt werden." Nach Gebet und Segen öfneten sich die Tore,  unsere 7 mitgereisten Bläser stimmten  "Großer Gott, wir loben dich" an, und die versammelte Gemeinde sang diesen und zwei weitere Choräle aus dankerfülltem Herzen mit. Ergriffen und bewegt verabschiedeten wir uns von den Glockengießern in Karlsruhe. Der Bus brachte uns in halbstündiger Fahrt in unsere Hotels in Rastadt. Es war gut, an diesem Abend in warmer Sommerluft durch die  badische Stadt schlendern zu können und dabei die Erlebnisse des Tages in vielen Gespräche zu reflektieren. Nach einem Eis beim Italiener war es dann doch genug. Angeblich entlud sich in der Nacht ein heftiges Gewitter, die Pfützen am Morgen liesen mir diesen Bericht glaubhaft erscheinen. Vor der Abfahrt wurden wir Zeugen eines besonderen Ereignisses: Einer der Fahrtteilnehmer erhielt sein Fahrrad aus dem Gepäckfach des Busses gereicht. Damit trat er die Heimfahrt an, aber nicht etwa auf direktem Weg. Nein, die Route führt ihn über Frankreich und Belgien nach Achen. Von da führt ein Radfernweg bis Zittau. In ca. 14 Tagen soll die Strecke bewältigt werden. Wir wünschen eine gute Reise! Die 620 km Rückfahrt teilten wir in Würzburg. Zwei Stunden hatten wir Zeit, um den herrlichen Garten der fürstbischöflichen Residenz zu bewundern. Dann ging es wieder auf das schier endlose Asphaltband der Autobahn. Gegen 18 Uhr war die Heimat wieder erreicht.  Freilich etwas müde, aber glücklich und voller bewegender Eindrücke waren wir wieder zu Hause. Viele dankbare Gedanken gehen einem an so einem Abend durch den Kopf,  einen will ich persönlich nennen. Toni Beck und seine Mitarbeiter haben die Fahrt kurzfristig übernommen und zu einem guten Ende gebracht. Dankeschön! 

Mit herzlichem Gruß Euer Christoph Krause

Pressemeldung 14.02.2014 Glockenguß neu vergeben !!!
Zum aktuellen Stand des Vorhabens „Neue Glocken für Neukirch“ geben Kirchgemeinde und Glocken-Förderverein Neukirch folgende Pressemitteilung bekannt:
Die Glockengießerei Abert Bachert in Karlsruhe hat den Auftrag zum Guß unserer vier neuen Bronzeglocken angenommen. Den Vertragsbedingungen liegt dabei das Angebot vom Juni 2010 zugrunde, das die Firma Bachert in der vorigen Angebotsrunde abgegeben hatte. Als möglicher Gußtermin wurde Juni, im günstigsten Fall auch Mai 2014 benannt. Einzelheiten beispielsweise zu Fragen der Glockenzier, der Terminkette oder möglicher Besucher zum Guß werden im Verlaufe des Verfahrens geklärt und – so weit nötig – bekanntgegeben. Trotz des eingetretenen schmerzlichen Verzuges werden wir im Interesse einer bestmöglichen Qualität des Gusses nicht zur Eile drängen. Die bauseitigen Vorbereitungen unsererseits sind weitgehend abgeschlossen. Nach positiver Prüfung der neuen Glocken kann der Einbau in unseren Turm zügig vorangebracht werden. Die bereits im vorigen Jahr getroffenen Vorbereitungen zur Glockenweihe werden wieder aufgegriffen, sobald ein gesicherter Befund vorliegt. Wir bitten alle Neukircher und Ringenhainer Einwohner, dieses nun hoffentlich für Jahrhunderte einmalige Fest in würdiger Weise mit zu gestalten.


Rückzahlung der Firma Perner ist erfolgt!

Am 05.12.2013 hat die Firma Perner vereinbarungsgemäß die Summe für den missglückten Glockenguß zurück überwiesen. Damit ist der Weg frei für einen neuen Versuch mit einer neuen Firma in der Hoffnung, dass es nun gelingen möge.


Gemeinderatssitzung 17.07.2013 - 7000 € bewilligt !!!

Am 17.07.2013 beschloss der Neukircher Gemeinderat, die neuen Glocken mit 7000 € zu unterstützen. Damit ist die Finanzierung mit nahezu 100 % gesichert.
Herzlichen Dank dem Gemeinderat für den Mut und die Weitsicht und weiterhin Gottes Segen für die Arbeit im Namen der Neukircher.


Der private Spendenstand beläuft sich auf mittlerweile über 114 500 €!!


Glockenguß in Passau 24.05.2013

Abnahme der Glocken April 2013

Weitere Videos rund um die Glocken

Tolle Spende

Am 24.11.2011 wurde durch die Firmen Käppler&Pausch GmbH, Magnetech GmbH und Oberlausitzer Industriebeschichtung GmbH dem Glocken-Förderverein Neukirche.V. öffentlich die Zusage gegeben, die Kosten der neuen kleinen Glocke zu übernehmen. Im Rahmen eines Treffens mit den Geschäftsführern wurde dabei symbolische eine aus Edelstahl gefertigte Glocke überreicht. Durch diese bisher größte Einzelspende im Wert von bis zu 12 000 € rückt unser Ziel in greifbare Nähe.Wir bedanken uns bei den Verantwortlichen der drei Firmen für die Entscheidung, anstelle von Werbegeschenken diese großzügige Spende zu geben.

Ergebnisse des Gespräches vom 11.11.2010

Am vergangenen Donnerstag, dem 11.11. 2010, konnte ich an einem Termin teilnehmen, bei dem wichtige Weichenstellungen für unser Vorhaben eingeleitet wurden. Zugegen waren Herr Hesse, der Glocken-Sachverständige unserer Landeskirche, Herr Schönbrodt-Rühl, der Projektant des Glockenstuhles, Herr Eckehard Schmidt, der den Glockenstuhl bauen wird und Claus Mai als verantwortlicher Mann des Kirchenvorstandes. Anhand der vorliegenden Zeichnungen wurde in einer ersten Gesprächsrunde das Projekt auf seine praktische Durchführbarkeit und eventuelle Alternativen kritisch überprüft. Dazu gehörte auch eine Turmbesteigung bis hinauf in den Turmhelm. Nach dieser genauen Besichtigung wurden noch einige Ergänzungen für das Projekt festgelegt. Als erste Konsequenz aus der Beratung soll nunmehr die Beschaffung geeigneten Holzes vorangetrieben und mit der Herstellung des Glockenstuhles begonnen werden. Im Rahmen dieses Gespräches wurde auch über den Spendenstand und die Gesamtfinanzierung des Vorhabens ausführlich gesprochen. Auf der Grundlage des bis heute vorliegenden Sammelergebnisses von ca. 62 T € konnte Herr Hesse dem Kirchenvorstand raten, im kommenden Frühjahr die Baugenehmigung zu beantragen. Damit verbunden wäre die Einordnung unseres Vorhabens in die landeskirchlichen Planungen, und wir könnten mit einer 20%-igen Bezuschussung rechnen. Im Klartext hieße das für uns, in den kommenden zwei Jahren weitere 40 T € an Spendenmitteln zu sammeln, um eine solide finanzielle Basis zu schaffen. Nach den Erfahrungen der letzten beiden Jahre halte ich dieses Ziel für durchaus erreichbar, selbst unter der Erwartung eines geringer werdenden Spendeneinganges. Hier muß sich nun die Gemeinschaft unseres Fördervereines bewähren, indem wir nicht nachlassen, für unser erklärtes Ziel zu werben. Wir als Vorstand werden weiterhin Aktivitäten anregen, die uns in der öffentlichen Wahrnehmung im Gespräch halten. Dabei ist immer wieder die Hilfe der Mitglieder gefragt. Bitte sucht und nutzt sich bietende Möglichkeiten, unser Anliegen zu verbreiten. Nach allem, was wir bis hierher sehen, können wir nur dankbar und fest überzeugt sein vom Gelingen des Vorhabens „neue Glocken für Neukirch“.

Herzlich grüßt Euch Euer Vorsitzender Christoph Krause

Erste Ergebnisse 2008

Um das alte Geläut wenigstens mit 3 Glocken am Leben zu erhalten, wurden im November Reparaturen an einem Glockenjoch durchgeführt. Damit wurde die Tagesglocke "gerettet". Die Feuerwehr Wilthen stellte dankenswerterweise ihren Hubsteiger für das Herunter- und Hinaufheben des Glockenjoches zur Verfügung.

Kameraden der Neukircher Feuerwehr halfen beim Einbau und dem "Wiederaufhängen" der Glocke Weiterhin erfolgte bereits eine Schwingungsmessung, um die Belastung des Turmes zu erforschen und damit Rückschlüsse für die Größe und Lagerung des neues Geläutes zu ziehen.