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Die Neukircher Glocken
Am 24. Oktober 1948 wird das jetzige Geläut eingeweiht.
Es wurde von der Firma Schilling & Lattermann in Morgenröthe im Vogtland gegossen.
Wesentlichen Anteil an der Beschaffung des neuen Geläuts hatte die Familie Hultsch, Inhaber der Zwiebackfabrik in Neukirch
Das alte Geläut bestand aus 4 Stahlgussglocken:





Beerdigungsglocke


Gewicht: 2850 kg
Inschrift: „O Land, Land, Land, höre des Herrn Wort“

Abendmahlsglocke


Gewicht: 1290 kg
Inschrift: „Lasset euch versöhnen mit Gott“

Tagesglocke


Gewicht: 765 kg
Inschrift: „Kommt, lasst uns anbeten“

Taufglocke


Gewicht: 525 kg
Inschrift: „Alles was Odem hat, lobe den Herrn“

Schäden an den Glocken


Leider hat der Zahn der Zeit große Schäden an den Glocken hinterlassen
Deutlich sind die Rostschäden auf den Glocken zu erkennen.
Die große Glocke musste deshalb bereits stillgelegt werden.

Auch die Joche der Glocken sind von Schäden nicht verschont

Die Geschichte der Glocken

Seit vielen Jahren rufen in Neukirch Glocken zu Gebet und Gottesdienst. Mussten hunderte Jahre Menschen an den Seilen ziehen, wurde 1938 ein elektrisches Läutewerk eingebaut (1942 abgebaut und zum Glück eingelagert). 1962 wurde dieses Läutewerk an die Glocken von 1948 angebaut, später auch die große Glocke elektrifiziert. Nun liefen viele Dinge automatisch und viel leichter ab. Anfang der 90er Jahre wurde die komplette Elektrik überholt.


Zeittafel zum Geläut


* 1605 erfolgte die erste schriftliche Erwähnung einer Glocke in einem hölzernen Glockenturm. (Vermutlich ist die Jacobi-Glocke von 1462 gemeint.)

* 1817 befinden sich 3 Glocken im Kirchturm der jetzigen Kirche "die kleine“ Gewicht: 5,5 Zentner Inschrift: „im Jahre 1462 am Tage Jacobi“
„die mittlere“ Gewicht: 10 Zentner, 59 Pfund Inschrift: Dresden anno 1753 goß mich Johann Gottfried Weinhold“
„die große“ Gewicht: 16 Zentner, 22,25 Pfund

* 1874 werden die alten Glocken eingeschmolzen. Ein neues Geläut, bestehend aus 3 Glocken wird von der Firma Gruhl in Kleinwelka gegossen. Leider wird dabei auch die über 400 Jahre alte „Jacobi-Glocke“ verwendet. Die Einweihung findet am 2. September 1874 statt.

* 1917 werden die Glocken beschlagnahmt und für Kriegszwecke verwendet.

* 1921 wird ein neues Geläut gegossen und feierlich eingeweiht. Es erklingt jedoch nur 21 Jahre.

* 1942 erfolgt wiederum die Abnahme des Geläuts für Zwecke des Krieges.

Am 24. Oktober 1948 wird das jetzige Geläut eingeweiht. Es wurde von der Firma Schillings & Lattermann in Morgenröthe im Vogtland gegossen. Wesentlichen Anteil an der Beschaffung des neuen Geläuts hatte die Familie Hultsch, Inhaber der Zwiebackfabrik in Neukirch

Pläne und Vorhaben

Neben den Schäden an den Glocken haben sich die vier Stahlglocken als viel zu schwer für das Mauerwerk des Turmes erwiesen. Als neues Geläut sollen in Zukunft 4 Bronzeglocken im Turm erklingen. Ein Kostenüberschlag ergab eine Investitionssumme von ca. 120 000 €, ein neuer Kostenanschlag 2011 ergab eine Summe von ca. 135 000 €.
Als sicher gilt, das in Zukunft das Geläut etwas höher gestimmt wird als bisher, das die Tonhöhe sehr viel Einfluss auf das Gewicht der Glocken hat, aber auch auf die hörbare Reichweite.
Neukirch braucht neben neuen Glocken auch einen neuen Glockenstuhl. Dieser soll aus Eichenholz gefertigt werden. Das dafür benötigte Holz wurde nach einem Aufruf bereits teilweise zur Verfügung gestellt. Leider erwies sich ein Teil davon als nicht verwendbar, so dass weiter gesucht werden muss. Das verwendbare Holz wurde in der Diakonatsscheune eingelagert. Holz, das Sägen und der Transport wurden von der Firma Steffen Knorre gespendet.
Das Vorhaben, aufgrund des niedrigen Rohstoffpreises die benötigte Bronze vorab zu kaufen, wurde verworfen.
Einen Zeitplan kann man aufgrund der hohen Kosten noch nicht genau abstecken, Richtwert soll ein Rahmen von ca. 5 Jahren sein.