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Rund um unsere Kirchgemeinde

Meine Arbeit bei der Telefonseelsorge

Nun ist schon ein Jahr vergangen, seit ich bei der Telefonseelsorge angestellt wurde. Damals war ich auf der Suche nach einem Nebenjob. Es wurde dort gerade jemand für Reinigungs- und Büroarbeiten gesucht. Das klang zunächst nicht besonders aufregend. „Will ich das wirklich machen?“ Die Probezeit zeigte jedoch, dass mich hier eine sehr abwechslungsreiche Arbeit erwartete: Um den Dienst am Telefon entspannt leisten zu können, sollten die Räume nicht nur sauber, sondern auch gemütlich sein. Ein bunter Blumenstrauß und eine leckere Schokolade sind da sehr willkommen. Mitunter gilt es Mitarbeiter anzurufen, wenn plötzlich wegen Krankheit eine Schicht unbesetzt ist. Dann muss jemand anderes gefunden werden, der einspringen kann. Die Geburtstage der Mitarbeiter dürfen nicht vergessen werden, die Dienstpläne müssen geschrieben werden. So ließe sich die Liste der Verwaltungsarbeiten fortsetzen. Ein anderer Schwerpunkt meiner Arbeit ist das Führen der Statistik. Überrascht hat mich die hohe Zahl von einsamen Menschen, die anrufen und über fast keine sozialen Kontakte verfügen. Oft haben sie nur den Wunsch, zu reden und angenommen zu werden. Andere Anrufer haben Probleme am Arbeitsplatz oder in der Partnerschaft. Zunehmend rufen aber auch Menschen an, die sich große Sorgen über die aktuelle Einwanderungspolitik in Deutschland machen. Es ist interessant zu sehen, wie der Ausbildungskurs zum Telefonseelsorger aufgebaut ist und wie schnell Menschen durch offene Gespräche und Übungseinheiten Vertrauen zueinander gewinnen. Neben der Gesprächsführung geht es um das Grundlagenwissen aus der Entwicklungspsychologie, psychische Störungen und den Umgang mit Krisen. Das Lernen im Team ist dabei für alle eine Bereicherung. Der neue Ausbildungskurs beginnt im Januar 2016. Auf der Internetseite des Diakonischen Werkes Bautzen http://www.diakonie-bautzen.de können Sie sich informieren oder sich gern unter der Nummer 03591/481660 melden. Ist nur der Anrufbeantworter geschaltet, ist es wichtig, die eigene Telefonnummer zu hinterlassen, damit wir Sie zurückrufen können.

[Irena Knüpfer]

Kirchgeld 2015

Liebe Gemeindeglieder, wir danken Ihnen für die prompte Reaktion auf die im Frühjahr zugestellten Kirchgeldbescheide. Etwa 75% der Angeschriebenen haben reagiert. Da wir auf Ihre Unterstützung angewiesen sind, um die notwendigen Ausgaben der Kirchgemeinde begleichen zu können, möchten wir an dieser Stelle, die Gemeindeglieder erinnern, die noch nicht reagiert haben. Gegebenenfalls ist eine nette Erinnerung beiliegend oder wird Ihnen zugestellt. Kirchgemeindeglieder, die in diesem Jahr in Neukirch oder Ringenhain zugezogen sind, möchten wir ganz herzlich begrüßen. Durch die Kirchennachrichten wollen wir Sie über die Kirchgemeinde informieren und herzlich zu unseren Veranstaltungen und in die Kreise einladen. Sollten Sie in der vorhergehenden Gemeinde Ihr Kirchgeld bereits entrichtet haben, so lassen Sie es uns wissen.
Achtung ab 01.01.2016
Neue Bankverbindung für alle Einzahlungen - außer Kirchgeld und Friedhof
Die Rechnungsführung der Kirchkasse wird ab Januar 2016 zentral in der
Kassenverwaltung in Bautzen erfolgen.
Empfänger: Kassenverwaltung Bautzen
IBAN: DE53 3506 0190 1681 2090 65 Kreditinstitut: KD Bank - LKG Sachen
BIC: GENODED1DKD
Verwendungszweck unbedingt angeben: KG Neukirch/Lausitz RT 0425
[Ihr Kirchenvorstand]

Unsere Kantorin stellt sich vor

Liebe Gemeinde in Neukirch,
mein Name ist Dörte Riechen, ich bin 56 Jahre alt und lebe mit meinem Mann im Forsthaus in Wilthen. Unsere drei Töchter sind inzwischen erwachsen und wir freuen uns besonders an unseren beiden Enkelkindern. Ich habe die letzten 14 Jahre in Großpostwitz die Kirchenmusik mitgestaltet und freue mich jetzt auf die Aufgaben, die in Neukirch auf mich warten. Ich bin seit 1. September 2014 in Ihrer Gemeinde als Kantorin zu 50% eingestellt und bedanke mich für die freundliche Aufnahme in Ihrer Gemeinde. Meine Tätigkeiten hier sind sehr vielfältig: Zum einen das Orgelspiel zum Gottesdienst, zu Trauerfeiern, Hochzeiten und Taufen, zum anderen die Leitung verschiedener musikalischer Gruppen (z. Zt. Chor, Posaunenchor). Ich möchte mich ab jetzt dafür einsetzen, dass es wieder einen Kinderchor gibt, der unser Gemeindeleben bereichern wird. Falls es in Neukirch noch weitere Instrumentalisten gibt, die sich gerne im Gemeindeleben mit ihrem Talent musikalisch einbringen möchten, melden Sie sich bitte auch bei mir. Ich hoffe, dass es mir mit meiner Arbeit gelingt, die Gute Nachricht, die wir musikalisch verkündigen möchten, sowohl in den Herzen der Musizierenden, als auch in denen unserer Zuhörer, zu verankern.
Mit freundlichen Grüßen
Dörte Riechen

100. Geburtstag von Gerhard Krause

Am 5. Februar jährte sich der Geburtstag von Gerhard rause zum 100. Male. Viele ältere Neukircher und Ringenhainer werden sich an ihn erinnern, war er doch ein besonderer Mensch in Dorf und Kirchgemeinde. 1914 in einem Bauernhof im Niederdorf geboren, verlor er am vorletzten Kriegstag 1918 in Frankreich seinen Vater. So wuchsen die vier Geschwister in bescheidenen, mühevollen Verhältnissen heran. Ein im Kleinkindesalter erlittener Unfall blieb so unbeachtet und wurde viel zu spät behandelt. Als Folge prägten körperliche Behinderungen sein weiteres Leben. Zur Arbeit in der Landwirtschaft untauglich, begann er sein Berufsleben auf der „Pfarre“, wie man damals sagte. Der damalige Kirchner Karl Fröde führte ihn dort in die Tätigkeiten ein und öffnete ihm wohl auch das Herz für diese Berufung. 1939 heiratete er Johanna Freitag aus Crostau. Sie bezogen die Dienstwohnung im „Vereinshaus“ und waren fortan 24 Stunden am Tag und 7 Tage die Woche für dieses Haus zuständig. Kirchnerund Glöcknerdienst, Kanzlei, Friedhof und Kirchwald gehörten zu seinen Aufgaben. Mit großer Freude spielte er im Posaunenchor, besuchte die Bibelstunden im Ort und die Kirchentage in den großen Städten. Bei aller emsigen Tätigkeit behielt er den Blick dafür, wo Hilfe not tat. Nie hat er einen Bittsteller abgewiesen, und so manche Nacht wachte er am Bett schwerkranker Menschen, hat ihre Schmerzenzu lindern gesucht und ihre Seelen getröstet. Mit seinem formalen Eintritt in den Ruhestand zog er wieder ins Niederdorf, doch so weit es seine Kräfte noch erlaubten, war er weiter um „seine“ Kirche tätig. Legendär und im ganzen Dorf bekannt war sein gelbes Moped, rundum bepackt und beladen mit Taschen und Beuteln. Vielen Verstorbenen trug er nun auf ihrem letzten Weg das Kreuz voran, und für so manchen Angehörigen fand er das tröstende Wort. 1980 verstarb völlig unerwartet seine liebe Johanna. Am folgenden Morgen kam er mit einem Licht aus seinem Zimmer. „Jetzt feiern wir Mutters Geburtstag in einer besseren Welt“. Mit zunehmendem Alter verschlechterte sich sein Augenleiden, und baldwar er völlig blind. Trotzdem nahm er rege und interessiert am Gemeindeleben teil. Bis zum Turmportal ließ er sich führen. Mit der Bemerkung „so, jetzt kenne ich mich aus“ ging er zielsicher zur ersten Bankreihe. Vom Banknachbarn ließ er sich die Lieder und Verse nennen, dann sang er - ein Gesangbuch hat er wohl nie gebraucht. Glücklicherweise wurde in dieser Zeit das Telefonnetz ausgebaut, und er machte rege Gebrauch von dieser Technik. Er hatte sehr viele Bekannte, hier im Dorf, aber auch weit weg. Immer wieder erzählen Leute von diesen Gesprächen mit Wort und Mundharmonika-Musik. Als er geboren war, hat man ihn notgetauft, weil er so schwächlich erschien. Seine Kindheit war gewiß nicht lustig, und ein Leben lang mußte er mit den engen Grenzen leben, die seinen Kräften gesetzt waren. Doch wer ihn kannte, erinnert sich an einen frohgemuten Menschen, der anderen mit Wort, Tat und Gebet zur Seite stand. Als er im 94. Lebensjahr heimgerufen wurde, lag ein Lächeln auf dem zerfurchten und doch altersweisen Gesicht. Da hat er wohl geschaut, was er ein Leben lang geglaubt und gelebt hat. Für uns Nachgeborene ist es ein Geschenk, solch segensreiche Spuren finden zu können.

Vorstellung unserer neuen Gemeindediakonin

Liebe Eltern, liebe Kinder, liebe Gemeinde, mein Name ist Carolin Berger.
Seit dem 14. Oktober 2013 arbeite ich als Gemeindediakonin in Neukirch.
Zu meiner Person: Ich bin 28 Jahre alt, verheiratet und habe zwei Kinder. Mit meiner Familie wohne ich in der Pfarrgasse 4. Zu meinen Aufgaben in ihrer Gemeinde gehören die Christenlehre und die Unterstützung des Kindergottesdienst- Teams. Weiter werde ich die Junge Gemeinde organisatorisch und thematisch unterstützen. Außerdem werden Sie mich bei einigen Gottesdiensten, Feiern und Gemeindefesten sehen.
Ich freue mich auf die neuen Aufgaben und hoffe auf eine gute Zusammenarbeit. Ich habe immer ein offenes Ohr für ihre Fragen und Wünsche.
Mit herzlichen Grüßen,
[Carolin Berger]

Unsere neuen Glocken

"Was will Gott uns nur damit sagen?" So habe ich in diesen Tagen einige Fragen gehört, angesichts der Probleme mit den neuen Glocken. Ich finde es gut, sich ab und zu im Leben diese Frage zu stellen. Es zeugt davon, dass einer mit Gott rechnet. Wir werden dennoch oft keine befriedigende Antwort finden. Ich sehe in unserem Fall jedenfalls noch keine außer der einen: Lasst uns all unser Planen der gnädigen Führung Gottes anvertrauen!

Denn so lehrt es uns Jakobus: "So sollt ihr sprechen: Wenn der Herr will
und wir leben, werden wir dies oder das tun." Jak. 4,15
Manchmal kann es daher gut für uns sein, wenn unsere Planungen nicht Eins zu Eins aufgehen. Es kann uns lehren, nicht zuerst auf unser Planen, sondern auf Gott zu vertrauen. Solches Vertrauen lasst uns jetzt auch haben, im Blick auf den Fortgang des Geschehens. Ein Gespräch mit der Glockengießerei hat es am 21.09. gegeben und eine gute Lösung scheint in greifbare Nähe gerückt. In Kürze hoffen wir, alle Fragen geklärt zu haben. Dann informieren wir Sie natürlich weiter. Hier aber erst einmal: Danke an alle, die an uns gedacht und für unser Anliegen gebetet haben!
[Pfarrer Briesovsky]

Ganz menschliche Probleme.....

Wie jede Kirchgemeinde der Oberlausitz hat auch Neukirch eine lange Geschichte. Aber auch so seine Probleme. Unsere Glocken sind alt, die Orgel ist auch reparaturbedürftig. Wir haben einen Friedhof zu unterhalten und mehrere kirchliche Gebaude, unter anderem auch eines der nachweislich ältesten erhaltenen Wohngebäude, das Kantorat. Einfach reinschauen, informieren und vielleicht auch mal ein wenig helfen.....
Trotz alledem - wir haben eine große und funtionierende Kirchgemeinde und dürfen dafür sehr dankbar sein.

Unser Kirchgemeindemitglied Bernhard Mühlisch hat wichtige Etappen von Glockenabnahme und Nacht der Kirche und die Filme ins Netz gestellt. Dankenswerterweise hat er hier die Links zur Verfügung gestellt:

Glockenguß: Glockenguß in Passau
Glockenabnahme: Glockenabnahme bells decrease
letztes Läuten: The Last Bell in Neukirch
Nacht der Kirche: Night of the Church