Kirchgemeinden Neukirch & Steinigtwolmsdorf

Gemeindeleben in Neukirch

Martinsfest in Neukirch

Am 10. November, dem Vorabend des Martinstages, füllte sich unsere Kirche wieder mit vielen jungen Familien. Voller Erwartung hielten die Kinder ihre Lampions in den Händen, denn bald sollte sich der Lampionumzug in Bewegung setzen. Zuvor aber spielten die Christenlehrekinder der Klassen 4 die Geschichte vom Heiligen Martin. Er sah die Not seines Mitmenschen und teilte kurz entschlossen seinen Mantel mit dem Schwert. So half er und schenkte Hoffnung. Davon erzählten auch die Martinslieder, die der Kinderchor für uns sang. Und dann wanderten die vielen Lampions in einer langen Schlange fröhlich durch unser Dorf. An der Feuerwache empfingen uns die Lieder des Posaunenchores. Wir teilten die Martinshörnchen, wärmten uns mit Kinderpunsch und verweilten am Martinsfeuer. Auch an die Senioren im Seniorenwohnhaus haben wir gedacht und ihnen selbstgebastelte Martinsgänse sowie eine Geschichte zum Brauch der Martinsgans als Gruß gebracht. Wir danken allen, die uns vor und hinter den Kulissen unterstützt haben. Ein ganz besonderer Dank geht an den Reiterhof Hultsch, die Himmelsbäckerei und die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr, die wie jedes Jahr wieder ganz selbstverständlich und zuverlässig mit uns zusammengearbeitet haben.
[C. Patzig]

 

Ein Lorbeerkranz für Christel Hultsch

Schon als Kind war für mich zum Erntedankfest in der Neukircher Kirche die alljährliche große Entdeckung der Kranz mit Obst und Gemüse, der immer an der rechten Seite an der Säule vor den Konfirmandenbänken hing. Die Idee statt Blumen Feld- und Baumfrüchte zu befestigen, fasziniert mich bis heute. 2021 wurde verlautbar, dass Christel Hultsch, die verlässliche Lieferantin dieses Kleinods ihren Dienst beenden wird. In dem Zuge erfuhr ich, dass sie den Kranz sage und schreibe 60 Jahre lang gefertigt hat. Das muss ins Kirchenblatt, dachte ich mir und auch die gute Botschaft, dass sich nahtlos eine Nachfolge gefunden hat, die den traditionellen Gemüsekranz weiter liefern wird. So fiel der Blick auch 2022 auf ein schönes Exemplar! Christel Hultsch sei hier jedoch vor allem gedankt für die jahrelange treue Initiative und Ausführung dieses besonderen Blickfangs, der ja einige Generationen erfreut hat.

[U. Schlick]

 

Überbringen der Erntedankgaben und Kollekte

Am 7. Oktober fuhren Lutz Schmidt und ich nach Krabcice zur Überbringung der diesjährigen Erntedankgaben. Wir wurden wieder herzlich empfangen von Vlasta Erdinger und Direktor Alec Gabrysz. Vor einem Jahr war die Grundsteinlegung des Fahrstuhlanbaues am Haus A und diesmal sind wir zur offiziellen Einweihung gekommen. Genau ein Jahr haben sie für diesen Bau, was wirklich ein Schmuckstück geworden ist, gebraucht. Es ist eine große Erleichterung für das Personal, weil mit dem Fahrstuhl auch Krankenbetten transportiert werden können. In dem Zuge wurden auch zwei neue Zweibettzimmer und ein großer, sehr schöner Gemeinschaftsraum geschaffen. Wir wünschen dem Altenheim weiterhin Gottes Segen und viel Kraft bei ihrer Arbeit.

[J. Wünsche]

Erntedankfest 2022

Am 18. September feierten wir in diesem Jahr unser Erntedankfest in Neukirch. In unserer schön geschmückten Kirche kamen wir zu einem musikalisch wunderbar ausgestalteten Gottesdienst zusammen und dankten Gott für seine Gaben. Viele Gemeindeglieder nutzten im Vorfeld die Möglichkeit, Erntegaben in der Kirche abzugeben. Im Anschluss an den Gottesdienst kamen wir (wetterbedingt) unter der Orgelempore zusammen und konnten Buchteln mit Vanillesoße sowie Würstchen mit Brötchen genießen. Wir möchten uns bei allen Helfern, die uns bei der Vorbereitung und Durchführung unterstützt haben, ganz herzlich bedanken.

[M. Opitz]

Gitarrenseminar

Am Freitag, den 25.01., trafensich begeisterte „Gitarrieros“ 17.00 Uhr im Kirchgemeindehaus in Neukirch zum Gitarrenseminar. Gemeinsam mit Wolfgang Tost übten wir 2 Tage lang fleißigGitarre. Wir spielten Lieder zum Jahresmotto „Suche den Frieden und jage ihm nach“. Mit reichlich Verpflegung genossen wir bei wunderbarer Stimmung viele Stunden miteinander. Fleißig übten wir für den Gottesdienst, der am Sonntag stattfand. Akkorde und Rhythmen wurden thematisiert, aber auch Dinge, die für das Gitarre spielen zu Hause wichtig sind. Schon das dritte Mal war ich dabei und genoss die Anwesenheit von vielen anderen motivierten Gitarristen, von denen ich auch viel lernen konnte. Dann war es soweit, der Sonntag war endlich da. Jetzt konnten wir das Gelernte unter Beweis stellen und es hat einfach nur Spaß gemacht, so tolle Musik zu machen. Ein großes Dankeschön an Wolfgang Tost und wir freuen uns auf ein Wiedersehen 2020!

[E. Thomas]

Besuch aus dem fernen Niesky

Endlich war es soweit. Christiane Stache, Mitglied des Ältesten Rates der Brüdergemeine in Niesky ging im Oktober 2022 mit uns auf Spurensuche der Herrnhuter in Neukirch, dem Dorf, wo einst vor fast 300 Jahren Graf Zinzendorf persönlich nach Neukirch kam, um Baron Georg Ludwig Erasmus, Freiherr von Huldenberg, zu sprechen. Doch es dauerte noch Jahre, ehe die gnadenlose Verfolgung der Diaspora der Brüdergemeine in Neukirch ein Ende hatte. Der Spruch über dem Turmeingang: „Erlaß mir meiner Sünden Schuld und hab mit Deinem Knecht Geduld! Zünd in mir Glauben an und Lieb, zum ewigen Leben Hoffnung gieb!“, ist diesem Ereignis gewidmet. Weiter ging es ins Kirchenschiff, ein Aha-Effekt für Christiane. Erinnert doch das Kirchenschiff mit seiner Weite und Helligkeit an einen Kirchensaal der Herrnhuter, wie sie im 18. und 19. Jahrhundert weltweit entstanden sind. So war es hier in Neukirch für Christiane Stache, Petra Raasch und mich ein bewegender Moment am - von Steinmetzmeister Herrn Rudolph (der leider schon verstorben ist) - liebevoll restaurierten Grabstein von Pfarrer Reichel zu stehen, der 40 Jahre hier Pfarrer war und mit dazu beigetragen hat, dass es eine innige Versöhnung am 13. August 1755 zwischen Baron von Huldenberg und Graf Zinzendorf in Herrnhut gab.

Christiane überreichte uns das wunderbare Buch „Herrnhuter Siedlungen in Europa“ von L.-A. Dannenberg und M. Donath (2018). Wir konnten es kaum glauben, dass Christiane je drei Stunden für die Fahrt mit dem Bus von und nach Niesky brauchte. Abends stand ich mit Christiane an der Bushaltestelle „Bautzener Straße“ und wir warteten voll bepackt mit Äpfeln auf den nicht ganz pünktlichen Bus. Wie aus dem Nichts stand plötzlich Petra vor uns und bot sich an, Christiane nach Niesky zu fahren. Die Beiden brauchten nur eine Stunde und auf der Rückfahrt in der bereits einsetzenden Dunkelheit kam ein kapitaler Rothirsch des Weges. Und ja, es ist Brunftzeit, da kennen auch Hirsche keine Straßenverkehrsordnung. Danke, liebe Petra, ich glaube, der Hirsch war von ganz oben für Dich bestellt, dass sollte so sein!
[Dr. E. Rieger]

Drei Flügelhörner für Afrika

In Adi im Kongo sind in einer Missionsstation Verwandte von uns als Arzt und Hebamme, vor allem aber als Lehrer und Ausbilder tätig. Bei einem Besuch hier in der Heimat erzählten sie von ihrer Arbeit und dabei auch von Posaunenchören, die dort entstehen, und von der Begeisterung, mit der die Bläser zu Werke gehen. Aber es fehlt an Instrumenten. Auf unserem Kirchboden lagen seit Jahren u.a. Flügelhörner, die durch die lange Liegezeit und die vorangegangene Behandlung nicht mehr spielbar waren. Auf meine Anfrage gab der Kirchenvorstand kurzfristig sein Einverständnis, diese drei Hörner abzugeben. Hierzulande wäre es nicht opportun, Instrumente in so einem Zustand anzubieten. Die Rückfrage per Whats-App ergab aber ein fröhliches Einverständnis der Empfänger. So habe ich die drei Hörner spielbar instandgesetzt, optisch war das mit Hausmitteln nicht möglich, aber das spielt dort keine Rolle. Eine Mitarbeiterin der Missionsgesellschaft hat inzwischen zwei Hörner mitgenommen. Ein Video zeigte kürzlich, dass sie sogleich in Dienst gestellt wurden. Das dritte wartet noch auf eine Mitfahrgelegenheit, denn mit der Post kann man es nicht in den Urwald schicken. Als alten Bläser freut es mich natürlich sehr, mithelfen zu können, dass die Bläserarbeit weiterlebt, und sei es im fernen Afrika. „Gott danken ist Freude“ ist der Titel auf einigen unserer Notenhefte. Wunderbar, wenn diese Erfahrung länder- und sogar kontinenteübergreifend erlebt wird.

[C. Krause]

Frauendienstausflug

Am Montag, den 5. September fand seit langem wieder die Ausfahrt von unserem Frauendienst Neukirch statt. Wir starteten am Vormittag in Neukirch bei schönstem Sonnenschein über Ringenhain und Weifa. Die Fahrt durch die Oberlausitz ins Zittauer Gebirge verkürzte uns Herr Müller von Oberlausitz Tourist mit interessanten Geschichten über unsere schöne Heimat. Ein gutes Mittagessen erwartete uns im Kurhotel Jonsdorf. Dann ging es nach Zittau in die Kirche zum Heiligen Kreuz, zum größten und ältesten Fastentuch Deutschlands. Wir hörten die interessante Geschichte des 550 Jahre alten Fastentuchs, auf das die Biblische Geschichte des Alten und Neuen Testaments gemalt wurde. Man steht staunend vor diesem Kunstwerk, das so viele Jahrhunderte überlebt hat und vor vielen Jahren in der Schweiz restauriert wurde. Nun folgte ein Spaziergang mit Herrn Tobias Mickel durch Zittau zur Johanniskirche, wo uns schon unsere ehemalige Pfarrerin, Frau Margrit Mickel erwartete, die jetzt in dieser Kirche Pfarrerin ist. Wir wurden mit einer kleinen Andacht begrüßt und wir freuten uns alle sehr, sie wiederzusehen. Herr Tobias Mickel erzählte uns anschließend viel Interessantes über die wechselvolle Geschichte dieser Kirche. Nach einem Kaffeetrinken und vielen Gesprächen über diesen schönen Tag ging es wieder nach Hause. Wir möchten uns bei Christiane Kämpfe und Claudia Mickel bedanken, die diese Fahrt organisiert haben.

[M. Scholze]

LIFT Konzert in unserer Kirche

Am 10. September fand das lange vorbereitete Konzert mit der Gruppe LIFT statt. 560 Leute aus nah und fern kamen in unsere Kirche, um den Rockballaden zuzuhören. LIFT spielte alte Klassiker, aber auch neue Titel, die teilweise vom Organisten Andre Jolig an unserer Orgel begleitet wurden. Die Leidenschaft der Musiker sprang gleich auf das Publikum über, so dass eine super Stimmung aufkam und teilweise mitgesungen wurde. Die Musiker bedankten sich sehr bei mir, dass sie in dieser schönen Kirche spielen konnten. Die meisten Besucher waren begeistert, dass wir so ein Konzert in unserer Kirche durchgeführt haben. Deshalb ein ganz herzlicher Dank an alle Helfer und Mitstreiter, wie Junge Gemeinde, Kirchenvorstand mit Anhang, Kirchenmitarbeiter, Freunde und Unterstützer, wie Naturschutzzentrum, Bauhof und Familie Porsche vom Valtenberg, die uns Stehtische und Schirme zur Verfügung stellten.
Einfach ein Dank an alle von mir!

 

Feierstunde zur 800 Jahrfeier Neukirch/Lausitz

Am 9. Juli fand in unsere Kirche der Festakt zur Eröffnung des Festwochenendes im Rahmen der 800-Jahrfeier Neukirch/Lausitz statt. Der Kircheninnenraum war festlich geschmückt und beleuchtet. Zahlreiche Neukircher Bürger, Gäste aus der Partnerstadt Bönnigheim, geladene Gäste aus Politik & Wirtschaft, Vereine und die Bürgermeister der anderen 800-jährigen Oberlandgemeinden waren versammelt.
Bürgermeister Jens Zeiler und Pfarrer Briesovsky begrüßten alle Bürger & Gäste und berichteten aus der 800-jährigen Geschichte unseres Ortes. Mit einem kurzen Filmbeitrag wurde anschließend die Gemeinde Neukirch/Lausitz vorgestellt. Christoph Krause schilderte in einem bewegenden Vortrag die Kirchengeschichte der letzten Jahrhunderte und welche wichtige Rolle die Kirche in der Ortsgeschichte und -entwicklung einnimmt. Herr Landrat Harig konnte dem nichts mehr hinzufügen, machte jedoch in seinem Schlusswort den Bürgern Mut nach vorn zu schauen und gemeinsam Krisen zu bewältigen.

Musikalisch wurde das Programm von unserer Kantorin Ina Hultsch und em Stadtmusikdirektor aus der Partnerstadt Bönnigheim, Herrn Rainer Falk, ausgestaltet. So konnte man die Stadtkapelle Bönnigheim gemeinsam mit unserem Posaunenchor hören. Der Kirchenchor der Gemeinden Neukirch und Steinigtwolmsdorf sang gemeinsam mit der Gemeinde das Oberlausitzlied und das Neukirchlied „Im Tale der Wesenitz“ von Kurt Piehler.
Es war eine gelungene Festveranstaltung, die uns in Erinnerung bleiben wird.
[N. Golaszewski]

 

Harmonic Brass

In unserem Posaunenchor blies Theodor Hultsch die Tuba, das tiefste Instrument und damit das Fundament des Chores. Als er 2009 starb, spielte sein Enkel Karl-Wilhelm Hultsch zur Beerdigung das erste Mal öffentlich auf dem Instrument seines Großvaters. So fing alles an – klein und dann wurde alles groß – Karl-Wilhelm, der es bis in das international renommierte Bläserensemble geschafft hat und seit 2020 das Fundament mit seiner Tuba in dieser Bläsergruppe bildet. Wir durften das Quintett „Harmonic Brass“ in unserer Kirche am 8. Juli erleben. Bereits 19.20 Uhr war die Kirche voller besetzt als zu Weihnachten. Wir wurden eingeladen zu einer Schifffahrt auf der Donau, vom Schwarzwald bis zum Schwarzen Meer. Andreas Binder war der Moderator, gleichzeitig der Waldhornbläser, der uns ungemein fröhlich, spannend und interessant auf unserer Fahrt begleitete. Wie der Fluss selbst ist auch die Musik seiner Anrainerstaaten. Die 5 Donauten in Matrosenuniform brachten sie uns zu Gehör. In Passau steht die größte Kirchenorgel. Johann Sebastian Bach schrieb eine Toccata und Fuge für Orgel. Diese hörten wir jetzt vom Quintett, ein großartiger Wechsel zwischen hohen und tiefen Passagen, beeindruckend der Tiefbass, gefolgt von schnellen Trompeten, Horn und Echostellen. Nach dem Trugschluss folgte der Zusammenklang aller 5 Bläser. Von Anton Bruckner hörten wir „Locus iste a Deo factus est“ = Dieser Ort ist von Gott geschaffen. Zur Einweihung einer Kapelle in Linz wurde dieses Stück geschrieben. Sehr zart und gefühlvoll hörten wir hier die Bläser. Der Kapitän blies das Waldhorn einfühlsam mit melodiösen Stellen und Abstufungen zum Träumen. In Wien sollten wir nicht nur an Kaiser Franz und Sissi denken, sondern uns ein Trompetenkonzert von Johann Nepomuk Hummel anhören, was Elisabeth Fessler meisterhaft interpretierte und wie jede Note, die im Konzert gespielt wurde, auswendig vortrug. Von Wolfgang Amadeus Mozart, der mit Wien eng verbunden ist, hörten wir ebenfalls ein Stück, bei dem die Soli abwechselnd von Hans Zellner und Elisabeth Fessler an den Trompeten mit Leichtigkeit und Spielfreude ausgeführt wurden. Immer wieder gab der Käpten spaßige Anweisungen an seine Crew (z.B. Kartoffeln schälen), die uns erheiterten.
Wir machten auch Station in Serbien bei Musik mit Schlagzeug und einem Posaunensolo. Es folgte ein rumänischer Tanz mit einem rasanten Solo der Posaune, gespielt von Alexander Steixner. Schließlich hieß es, Kameraden lichtet zum letzten Mal den Anker und steuert das Schiff sicher durch das Delta. Immer wieder gab es tosenden Beifall. Als zum Schluss „An der schönen blauen Donau“ von Johann Strauss geblasen wurde, standen alle auf, klatschten und begannen zu schunkeln. So beschwingt und begeistert gingen wir nach Hause – eine einmalig schöne musikalische Reise auf der Donau!

[H. Mai]

 

Konfirmation 2022 in Neukirch

Konfirmiert wurden: Louise Fehrmann, Nino Freudenberg, Annika Friemel, Jona Gläsner, Magdalena Heinrich, Leopold Hensel, Louis Lohse, Paula Müller, Jonathan Paul, Pia Riedel, Martha Schmidt

Da es im Januar dieses Jahres nicht klar war, ob die Konfirmation zum regulären Zeitpunkt am zweiten Sonntag nach Ostern ohne Einschränkungen stattfinden kann, beschloss der Kirchenvorstand, sie auch in diesem Jahr noch einmal etwas in Richtung Sommer zu verschieben auf den Sonntag vor Pfingsten. Sommerliche Wärme hielt das Wetter für die 11 Jugendlichen an diesem Tag zwar noch nicht bereit, aber ein schöner Tag wurde es dennoch für sie. Einer von ihnen wurde im Gottesdienst getauft, die anderen Zehn legten im Blick auf die Taufe, die sie als kleine Kinder empfangen hatten, nun das Konfirmationsversprechen ab, auch zukünftig im christlichen Glauben leben und wachsen zu wollen. Pfarrer Briesovsky machte in seiner Predigt anhand eines Kompasses deutlich, dass die Bibel und der christliche Glaube, zu dem die Jugendlichen sich in ihrer Konfirmation bekennen, ihnen Orientierung für ihr Leben schenke. Wenn sie sich aber doch verirren sollten, wie der verlorene Sohn im Gleichnis Jesu, dann sollten sie wissen, dass ihr himmlischer Vater kein Oberlehrer sei, sondern sie in seiner Liebe anschaue und nur darauf warte, dass sie den Kompass des Glaubens zur Hand nähmen, um ihnen zu helfen und ihnen den Weg zu zeigen. Nach dem Konfirmationssegen empfingen sie am Altar zum ersten Mal das Heilige Abendmahl. Zu diesem Anlass hatte der Kirchenvorstand auch in diesem Jahr wieder für jeden Konfirmanden einen Becher aus Ton töpfern lassen, den sie als Geschenk im Anschluss mit nach Hause nehmen durften. Kantorin, Ina Hultsch und der Kirchenchor sorgten musikalisch dafür, dass es ein würdiger und feierlicher Höhepunkt für unsere Konfirmanden wurde, an den sie sich hoffentlich noch lange erinnern werden.

 

Partnerschaftssonntag

mit der Partnergemeinde Kisosora in Tanga / Tansania am 22. Mai

Am Sonntag ROGATE - BETET! wurde wieder in beiden Gemeinden Gottesdienst zur Partnerschaft gefeiert, der bei uns unter dem Motto FRIEDENSWERKZEUG GESUCHT stand. Die Vielfalt der Farben, die das Leben ausmachen, finden wir in der Landesfahne von Tansania:

GRÜN - ist das Land
BLAU - ist der Ozean, dessenWellen an TansaniasKüste schlagen
GELB - steht für die Bodenschätze des Landes
SCHWARZ - ist die Hautfarbe der Tansanier.

In einem Werkzeugkoffer suchten Mutter und Sohn nach dem Friedenswerkzeug. Doch Hammer, Säge und Zange konnten diesen Anspruch nicht erfüllen. Ganz unten kam dann ein Blatt Papier zum Vorschein, das wie ein Inhaltsverzeichnis anmutete. Doch weit gefehlt. Es war das Friedensgebet, welches Franz von Assisi zugeschrieben wird. Es sagt uns ganz genau, wie wir miteinander in Frieden leben könnten. Im Lukas-Evangelium hörten wir, wie Jesus den Jüngern das Gleichnis vom bittenden Freund erzählt, indem er ihnen seine innere Haltung zum Beten verdeutlicht. Natürlich kam die Musik nicht zu kurz. Bei ASANTE SANA JESU wurde kräftig mitgesungen. Im Anschluss konnte dann an der SAFTBAR, wo 2 Jugendliche aus der Gemeinde aus vielen Früchten Getränke mixten, diese auch verkostet werden. Am Vortag in heimischer Küche gebackene MAANDAZIS schmeckten dazu klasse. Auch wenn es ein fröhlicher Gottesdienst war, sollten wir nicht vergessen, in welch schwieriger Zeit wir heute leben und dass das Beten einen hohen Stellenwert einnehmen muss. Gerade jetzt werden überall Menschen gesucht, die Gott bitten: OH HERR, MACH MICH ZU EINEM WERKZEUG DEINES FRIEDENS!

[K. Rentsch]

Informationen aus Kisosora
 Die Arbeiten im Kindergarten und auch in der Kirchgemeinde gehen gut voran.
 Pfarrer Hokelai und das Partnerschaftsteam gestalten den Gottesdienst mit Liedern und Gebeten.
 Wir wollen die Partnerschaft weiter pflegen und laden euch nach Kisosora ein.
 In der Kirchgemeinde gibt es ein gemeinsames Friedensprojekt aller Religionen. Es heißt
„Frieden beginnt zu Hause“. In vielen Familien gehören die Ehepartner unterschiedlichen Religionen an. Oft werden Konflikte mit Gewalt ausgetragen. Diesen Familien bietet die Kirchgemeinde Unterstützung an. Wir beten im Gottesdienst um Frieden für die Menschen in der Ukraine und in Russland.

Sonntag Kantate

„Schon ein ganz kleines Lied kann viel Dunkel erhellen!“ Franz von Assisi Und so war es uns allen eine große Freude, den Gottesdienst am Sonntag Kantate - das heißt: Singet! - nach zweimaliger Pause wieder fröhlich singend zu gestalten. Herzlichen Dank an alle Sängerinnen und Sänger vom Chor und eine herzliche Einladung an alle, die gern singen, es einmal im Chor mit zu probieren. Wir tun das jede Woche:

Montag, 19.30 Uhr, im Kirchgemeindehaus in Neukirch und es macht Spaß

Kirchenputz durch die Gemeinde

Am 22. April fand der „Kirchenputz“ statt. Wie immer haben viele fleißige Hände mitgeholfen. Wir Kinder kümmerten uns um die einfachen Dinge, wie z.B. das Absaugen der Teppiche und das Abwischen der Kirchenbänke. Die Erwachsenen putzten die Fenster, saugten den Kirchenboden und schauten, dass alles funktionierte. Zum Ende gab es eine kleine Verpflegung. Dank dieser freiwilligen Aktion strahlt die gesamte Kirche nun in einem sauberen Glanz! Stellvertretend möchte ich meinen Dank an alle aussprechen, diesich beteiligt haben!

[William Keller]

Osternacht & Ostergottesdienst

„Der Herr ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden“ So begrüßten sich zahlreiche Besucher zur Osternacht am Ostersonntag früh zeitig 5:45 Uhr zum Osterfeuer auf dem alten Friedhof an der Kirche. Anschließend wurde die Osterkerze am Eingang der Kirche entzündet und unter dem Gesang „Christus Licht der Welt – Gott sei ewig Dank“ in die dunkle Kirche getragen. In der Kirche wurden weitere Osterlichter entzündet, was für eine schöne Atmosphäre sorgte. Mit einer Andacht mit Lesungen und Gebet durch Unterstützung von OLKR Pilz und musikalisch an der Orgel durch Ronja Knorre war diese Osternacht ein schöner Beginn für den Ostersonntag. Allen Beteiligten herzlichen Dank dafür. Zum familienfreundlichen Ostergottesdienst waren zahlreiche Gottesdienstbesucher erschienen. Der Kinderchor sowie der Posaunenchor und der Tanzkreis aus Steinigtwolmsdorf sorgten für die musikalische Umrahmung. Im gemeinsamen Gebet, Lesungen und der Predigt wurde für jeden die Osterbotschaft erlebbar. Nach dem Gottesdienst konnten die Kinder noch auf Ostereiersuche gehen. Auch hierfür allen Beteiligten einen herzlichen Dank.
[Th. Petschel]

Gemeindepflanztag

Am 9. April hat ein Gemeindepflanztag in unserem Kirchenwald stattgefunden. 34 Gemeindemitglieder, darunter 10 Konfirmanden und 5 Jugendliche von der Jungen Gemeinde haben 440 Bäume gepflanzt. 300 Lärchen, 100 Erlen und 40 Buchen haben Ihren Platz auf einer freien Fläche bekommen, die wegen Borkenkäferbefall leider gerodet werde musste. Nach getaner Arbeit gab es bei typischem Aprilwetter Bratwurst und Getränke. Im Namen des Kirchenvorstandes bedanken wir uns bei allen, die bei der Aktion geholfen haben. Einen ganz besonderen Dank an Rüdiger Häge, als Waldverantwortlicher von der Landeskirche Sachsen, für die Organisation und Vorbereitung des Gemeindepflanztages.
[J. Wünsche]

 

Heiligabend in Neukirch

Leider war es in Neukirch nicht möglich, eine Christvesper abzuhalten. Da aber die Kinder fleißig das Krippenspiel geprobt haben, wurde es aufgezeichnet und darf hier abgerufen werden.

Link zum Krippenspiel

Ebenso in Steinigtwolmsdorf:

Die Andacht finden Sie hier

 

2. Weihnachtsfeiertag

Am zweiten Weihnachtsfeiertag durften wir die Weihnachtsgeschichte noch einmal erleben. Die Christenlehrekinder der 4. Klasse haben mit ihrem kurzen „Krippenspiel der Engel“ die Geschichte der Heiligen Nacht aufgeführt. Der kleine Engel war der mutigste von allen und hat uns die Weihnachtsbotschaft „von hoch oben“ verkündet: „Fürchtet Euch nicht, denn Euch ist heute der Heiland geboren.“ Ein großes Dankeschön und Lob an die Christenlehrekinder und an alle fleißigen Helfer. Trotz aktueller Einschränkungen war der Gottesdienst musikalisch sehr schön von unserer Kantorin und Ihrer Tochter ausgestaltet. Die Gemeindelieder wurden begleitet von der Orgel solo gesungen und haben die Weihnachtsbotschaft in der Kirche erklingen lassen. Das Abschlusslied „Oh, du Fröhliche“ durften alle Gottesdienstteilnehmer dann gemeinsam singen. Am Ende des Gottesdienstes konnte sich jeder das Licht von Bethlehem und damit die Weihnachtsbotschaft mit nach Hause nehmen.

[N. Golaszewski]

Christnacht 2021

Wer hätte vor einem Jahr gedacht, dass die Gottesdienste in der Weihnachtszeit wieder den Pandemiebedingungen und damit verbundenen Einschränkungen unterliegen müssen. Die Christnacht fand daher unter Beachtung der 3G- Regeln statt. Am Eingang wurden die Nachweise kontrolliert und so konnte jeder nun am festlichen Gottesdienst teilnehmen. Haltet inne. Geht aufeinander zu und gebt euch die Hand. Sup.i.R. Andreas Conzendorf hielt eine sehr besinnliche Predigt über Gräben, die Menschen trennen. Die tröstende Botschaft aber ist, Gräben kann man überwinden. Wir müssen nicht in unseren alten Ansichten verharren. Das Kind in der Krippe verbindet uns alle. Wir überwinden entstandene Gräben, indem wir aufeinander zugehen und gegenseitiges Verständnis zeigen. Dazu sind wir alle aufgefordert, so die Botschaft der Weihnacht. Eingebettet in den Gottesdienst sahen wir das zur Tradition gehörende Krippenspiel. In humorvoller Weise wurde die Weihnachtsbotschaft auch zum Spiegel unserer menschlichen Schwächen. Es ist daher mehr als nur ein hübsches Theaterstück, nein es regt auch zum Nachdenken über sich selbst und unsere Beziehungen zu unseren Mitmenschen an. Der rote Faden der Predigt setzte sich so fort. Den Krippenspielern gebührt ein herzliches Dankeschön für ihren Auftritt und die davor liegenden Mühen. Den Hygienevorschriften entsprechend war der uns verbindende gemeinsame Gesang leider stark eingeschränkt. Dass es rotzdem musikalisch ein rechter Festgottesdienst wurde, dafür sorgte einfallsreich unsere Kantorin Ina Hultsch, Sie setzte mit ihrer Familie einen sehr festlichen musikalischen Rahmen für den Gottesdienst. So war unter anderem ein Quartett aus Orgel, Trompete, Horn und Tuba zu hören. Dank allen Mitwirkenden! Zum Schluss stimmten alle ein in das wohl bekannteste Weihnachtslied „Stille Nacht, heilige Nacht“. Unser Glockengeläut begleitete uns auf dem Heimweg.

[O. Kaufer]

Christvesper

Alle Jahre wieder … gehen wir als Familie in die Christvesper. Das haben meine Eltern schon mit uns gemacht, als wir Kinder waren und diese Tradition führen wir mit unseren Kindern fort. Doch seit nun mehr als zwei Jahren ist nicht nur die Weihnachtszeit von anderen Dingen geprägt. Die Christvesper, wie wir sie kennen, konnte nur in Form der offenen Kirche stattfinden. Durch die tolle Organisation des Kirchenvorstandes, der vielen ehrenamtlichen Helfer und der Kinder des Krippenspiels wurde für uns als Familie die offene Kirche jedoch etwas ganz Besonderes. Wir bekamen beim Gang durch die Kirche etwas
Zeit für die Einstimmung auf den Heiligen Abend,
Zeit, um einige Predigtgedanken von Pfarrer i.R. Groß zu hören,
Zeit, um ein Stück des liebevoll aufgeführten Kinderkrippenspiels zu sehen,
Zeit für ein stilles Gebet und Zeit für etwas Achtsamkeit und Wertschätzung.

Am „Ringenhainer Ausgang“ durfte sich jeder ein kleines Kerzenlicht mitnehmen. Ein Licht, um es hinauszutragen, in diesen Zeiten, die gerade etwas anders und doch besonders sind.

[S. Bruschwitz]

Danke

für Ihre Spenden zur Straßensammlung der Diakonie
vom 12. - 21. November für die Beratung für Menschen mit Behinderung und deren Angehörigen. Gesammelt wurden 1080,95 Euro, davon werden 80 % an die Diakonie abgeführt und 20 % verbleiben in der Kirchgemeinde. Diese werden für die Seniorenarbeit eingesetzt.

Gedenken an unsere Verstorbenen

Der letzte Sonntag des Kirchenjahres ist ein Gedenktag für die Verstorbenen des Kirchenjahres, aber gleichzeitig werden wir auch an die eigene Endlichkeit erinnert. Am Totensonntag, auch Ewigkeitssonntag genannt, werden in den Gottesdiensten die Namen der Verstorbenen verlesen und gemeinsam mit den Angehörigen ihrer gedacht.

NEUKIRCH
Wir nehmen uns Zeit, gehen auf den Friedhof und schmücken die Gräber mit Blumen und Gestecken. An diesem Tag schließt sich der Jahreskreis, bevor am 1. Advent ein neues Kirchenjahr beginnt. Christoph Krause schreibt dazu: Diesen Weg, gesäumt von den alten Linden, gehen wir unser Leben lang immer und immer wieder. Wir treten durch das große Tor zu den Gräbern unserer Lieben, um sie zu pflegen und zu schmücken. Und je älter wir werden, um so mehr Namen kennen wir, die in die Grabsteine eingemeißelt sind. Wie im Abendlicht erscheint dann unser Leben, und der Tag rückt heran, an dem wir durch dieses Tor gefahren werden. Wohl dem, der glaubt und weiß, dies ist nicht die letzte Ruhe, sondern die Zwischenstation auf dem
Weg zu Gottes Nähe.

Martinstag 2021

In einem kurzen Gottesdienst zum Martinsfest spielten die Christenlehrekinder mit vielFreude die Geschichte von einer Martinslaterne. Diese wurde von den Kindern weitergeben an Menschen, die gerade ein besonderes Licht in ihrem Leben brauchten. So wanderte die Laterne zu kranken und traurigen Kindern und brachte mit ihrem Licht neue Hoffnung. Solche Hoffnungslichter hatten wir auch für die Senioren in unserem Seniorenwohnhaus gebastelt. Wir wollten ihnen damit eine kleine Freude bereiten und zeigen, dass wir an sie denken. Der lange Lampionumzug zog von der Kirche zur Feuerwache. So trugen die Kinder mit ihren Lampions das Licht der Nächstenliebe in unser Dorf. Im Schein des Martinsfeuers spielten Bläser unseres Posaunenchores bekannte Weisen und es wurden die Martinshörnchen verteilt. Einen herzlichen Dank an die Freiwillige Feuerwehr, den Reiterhof Hultsch, die Christenlehrekinder, den Tontechniker Fritz und die Bläser aus unserem Posaunenchor.

[C. Patzig]

 

WegPunkt

„Wenn euer Herz voll ist von Christus, werdet ihr singen müssen.“
Charles Haddon Spurgeon
Mit rockigen Sounds und Lobpreismusik, die unter die Haut geht, hat uns die Gruppe WegPunkt. aus Sohland am Freitag, dem 5. November einen unvergesslichen Abend beschert. Es war nicht nur ein Abend zum Zuhören oder gemeinsamen Musizieren, sondern gleichzeitig eine Einladung, sich durch die Musik auf den Weg zu Gott zu machen, ihm näher zu kommen. Ich denke, mit ihrer wunderbaren Art, Musik zu machen, hat die Gruppe es geschafft, wirklich Jeden in der Kirche persönlich abzuholen und mit auf diese Reise zu nehmen. Eine kleine Verschnaufpause mit der Möglichkeit, am Büchertisch zu stöbern, ins Gespräch zu kommen und draußen an der Feuerschale einen Glühwein oder Kinderpunsch zu genießen, rundete den Abend ab. Wir freuen uns, dass so viele Gäste dabei waren und für eine ausgelassene Stimmung sorgten. Gleichzeitig möchten wir uns ganz herzlich bei der Gruppe WegPunkt. bedanken, dass sie erneut den Weg in unsere Kirche nach Neukirch gefunden und uns mit ihrer Musik begeistert haben. Ein Dank gilt ebenso Herrn Pfarrer Walz für seine Worte zu Beginn des Konzertes und den Segen am Ende sowie allen Mitwirkenden, die zum guten Gelingen beigetragen haben.

[M. Pieschnick-Nimmrichter]

Jubelkonfirmation 2021

Gottes Schutz und Hilfe bei der Jubelkonfirmation in der Ev.-Luth. Kirche Neukirch

Am 3. Oktober wurde in unserer Kirche die Jubelkonfirmation coronabedingt von zwei Jahrgängen gefeiert. Jubilare, die 1995, 1996, 1970, 1971, 1960, 1961, 1956, 1955, 1950, 1951, 1945, 1946, 1940, 1941 oder früher konfirmiert wurden, waren allein oder mit ihren Gästen angereist. Pfarrer Briesovsky und Pfarrer Groß konnten 97 Jubilare begrüßen. Ich bin dafür aus NRW angereist und ich habe mich schon im Vorfeld auf diesen Tag riesig gefreut. Am liebsten hätte ich ein Junge-Gemeinde-Treffen nach dem Gottesdienst noch gehabt, so wie früher vor 50 Jahren. Mit Glockengeläut zogen wir in die mit Blumenkränzen geschmückte Kirche ein, so wie damals bei unserer Konfirmation. Bei mir kam da ein wenig Wehmut auf und Dankbarkeit, dass meine Eltern und ich dem Ruf Gottes, wie Pfarrer Briesovsky es dann in seiner Predigt auch spricht, gefolgt sind. Da an diesem Sonntag auch Kirchweihfest war, wurde das Evangelium Lukas 19, 1-10 ausgewählt, die Geschichte vom Zöllner Zachäus, der sich von Jesus hat rufen lassen. Jetzt, wo er von Christus erfüllt ist, kann er ein neues Lebenshaus füllen. Ich wurde angestoßen, darüber nachzudenken, wie mein Lebenshaus gefüllt ist, und der vielen Jubilare hier in dieser Kirche gerade? Wann gehen wir mit Gott? Im Rückblick auf die Konfirmationen wurde in der Predigt daran erinnert, dass wir Gottes Kinder sind und als solche erwarten wir nicht nur Gottes Schutz und Hilfe in diesem Leben, sondern wir leben in der Hoffnung auf das ewige Leben. Dies konnten wir Alle in der Einsegnung bekräftigen. Der Festgottesdienst wurde musikalisch von Kantorin Ina Hultsch und dem Posaunenchor mit Lob- und Dankliedern gestaltet. Am Ausgang nutzten einige Jubilare die Gelegenheit des Austausches bei Kaffee und Kuchen. Meine Freundin und ich, wir waren uns einig, Gottes Segen war spürbar. Wir hatten für uns ein gemeinsames Mittagessen organisiert, bei dem wir noch in Erinnerungen schwelgten. Ich bin dankbar für diesen besonderen Tag und dafür, dass es immer wieder Helfer gibt, die zu so einem Festgottesdienst beitragen.

[W. Walter]

 

Übergabe der Erntedankgaben

und Kollekte vom Erntedankfest 2021
Am 18.10. fuhren Andreas Sobe und ich nach Krabcice ins Altersheim der Diakonie, um die Erntedankgaben und Kollekte von 600 Euro zu übergeben. Wir holten erst in Rudnice Vlasta Erdinger ab, sie war eine langjährige Mitarbeiterin, jetzt im Ruhestand und Mitinitiatorin der Partnerschaft mit dem Altersheim in Krabcice über die Familie Mickel, und das schon fast dreißig Jahre. Danach fuhren wir nach Krabcice und wurden vom Direktor Ales Gabrysz und Mitarbeitern der Verwaltung herzlich empfangen. Sie zeigten uns gleich mit ganzem Stolz, dass an diesem Tag mit der Baugrube für den Fahrstuhlanbau begonnen wurde, wofür unsere Kollekte der letzten Jahre mit verwendet werden soll. Danach stellte man uns das ganze Projekt an Zeichnungen und Bildern vor. Der Fahrstuhl wird so groß, dass ein Pflegebett mit Personal rein geht. Nach Erzählungen und Bildern von unserem Erntedankfest und Vorausblick auf das Jahr 2022 mit der 800-Jahr-Feier unseres Ortes kam der große Wunsch vom Direktor, nächstes Jahr unserer Kirchgemeinde einen offiziellen Besuch einer Gruppe von Mitarbeitern des Altenheimes abzustatten, eventuell zur Festwoche oder zum Erntedankfest. Wir haben uns über die herzliche und freudige Aufnahme gefreut.

[J. Wünsche]

Erntedankfest und Einsegnung der Schulanfänger

Am 19. September waren wir eingeladen, in unserer wunderschön geschmückten Kirche gemeinsam das diesjährige Erntedankfest zu begehen. Neben allerhand schönen Gaben und vielen herbstlichen Klängen, waren es vor allem die Schulanfänger, welche in diesem Familiengottesdienst im Mittelpunkt standen. Sie empfingen den Segen Gottes, der sie in guten wie auch in schwierigen Zeiten stets begleiten möge. Außerdem überreichten Philipp Tonn und Christina Patzig jedem Schulanfänger ein Paar Socken – symbolisch, um sich „auf die Socken zu machen“ in einen neuen Lebensabschnitt, die Schulzeit. Im Anschluss konnte bei Bratwurst und Hot Dog noch gemütlich beisammengesessen werden. Wir möchten allen fleißigen Helfern, die zum Gelingen beigetragen haben, ganz herzlich danken.

[M. Pieschnick-Nimmrichter]

Konzert von Monika Martin

in unserer Kirche am 12. September
Zum dritten Mal konnten wir die Sängerin Monika Martin aus Graz in unserer Kirche begrüßen. Schon seit Wochen liefen dazu die Vorbereitungen vom Veranstalter, von unserer Kirchgemeinde und vom Fanclub. Plakate wurden verteilt und Karten konnte man bei der Papeterie Darkow in Neukirch und der Postfiliale in Steinigtwolmsdorf sowie bei allen Geschäftsstellen der Sächsischen Zeitung erwerben. Am Sonntag, dem 12.9., war es nun endlich soweit. Vor der Kirche hatte unsere Kirchgemeinde zwei Stände aufgebaut, wo man Getränke kaufen konnte und es standen schon viele Besucher vor der Kirche, als gegen 17.00 Uhr der Einlass in die Kirche erfolgte. Durch Corona gab es natürlich einige Vorschriften zu beachten, wofür aber die meisten Konzertbesucher Verständnis hatten. Gegen 18.15 Uhr konnte dann das Konzert beginnen und es wurde ganz still in der Kirche, als Monika Martin mit dem Titel „Pie Jesu“ die Kirche betrat. Es folgten viele weitere schöne Lieder von Monika Martin wie z.B. das „Ave Maria“ von Schubert und Bach/Gounod sowie das „Wolgalied“. Die Zeit verging wieder viel zu schnell und am Schluss des Konzertes sangen alle gemeinsam mit Monika Martin „Großer Gott, wir loben dich“. Nach einer Zugabe konnten dann die Besucher am Fanstand noch Fanartikel erwerben und sich ein Autogramm holen. Wie immer nahm sich Monika Martin hier sehr viel Zeit und führte auch viele Gespräche, wo sie für jeden Besucher ein offenes Ohr hatte und liebe Worte fand. Ich glaube, dieser Abend war für alle Besucher ein musikalisches Erlebnis und man konnte bei diesem schönen Konzert wieder einmal die Seele baumeln lassen und alle Sorgen des Alltags vergessen.
Ein großer Dank an Monika Martin.
[M. Thomas]

 

Musikkabarett mit der Gruppe zwischenFall

Am 11.9. fand in unserer Kirche ein Konzert der Musikgruppe „zwischenFall“ statt. Musik, Kabarett und Slam umfasst das Programm von 4 Musikern aus Leipzig, welches sie mit scharfsinnigen, ironischen und wortwitzigen Liedern und Texten zu Kirche und Gesellschaft der heutigen Zeit auf die Bühne und in die Ohren der Konzertbesucher bringen. Beobachtungen im Bio-Laden, bei Gottesdiensten, die „Stellenbeschreibung“ von Pfarrern, die mitunter fragwürdige Auffassung von Kultur und vieles mehr wurde auf fröhliche und amüsante Weise dargeboten und den Besuchern hat es sichtlich gefallen. Das Konzert war, trotz vieler weiterer Veranstaltungen im Umkreis, gut besucht. Vor Beginn gab es einen Imbiss mit Bratwurst, belegten Broten und Getränken, damit die Gäste in Konzertstimmung kommen konnten. Das Wetter spielte auch mit, somit war es ein gelungener Abend. Allen Beteiligten und Helfern einen großen Dank! Und „zwischenFall“ ist eine Empfehlung wert – gerne wieder!

[Th. Petschel]

Vorbereitungen für das Erntedankfest

In diesem Jahr sind die Vorbereitungen schon sehr zeitig angelaufen. So gibt es einen neuen Bogen für den Blumenbogen im Mittelgang und ein neues Gestell für die Erntekrone. Hier sei sehr herzlich den Firmen W. Rönisch, Schmiedemeister in Steinigtwolmsdorf, und R. Riethmüller, Maschinenbautechnik in Ringenhain, gedankt. Beide haben den neuen Bogen und das neue Gestell gesponsert. Die Erntekrone wurde nach Vorbereitungen bei Karin Schubert am 10.9. von Frau Hartleib und einigen Ringenhainer Frauen gebunden. An Frau Hartleib ein Dankeschön für die große Mühe. Wir hoffen, dass an beiden neuen Werken sich viele Besucher erfreuen können.

[K. Schubert und Chr. Pradel]

Traditionell werden am Freitag vor dem Erntedankfest-Sonntag die Kränze zum Schmücken der Kirche gebunden und der Blumenbogen entsteht. Dazu braucht es viele fleißige Hände und reichlich Blumen. Die Konfirmanden der 7. Klasse banden ihre ersten Kränze. Der große Blumenbogen konnte auf dem neuen stabilen Untergestell gebunden werden und gelang so ganz wunderbar. Am Sonnabend wurden dann die Kirche geschmückt und die Erntegaben entgegen genommen. Für das nächste Jahr wäre es wünschenswert, dass sich noch mehr Gemeindeglieder zum Binden in der Kirche einfinden. Vielleicht kann dann jemand auch fachkundige Anleitung geben, damit es noch besser „von der Hand“ geht.

[B. Hultsch]

Zeltlager 2021 ÜberLeben

Das Thema des diesjährigen Zeltlagers war etwas ganz Besonderes, denn es war zweideutig: einerseits lernten wir, wie man überlebt und anderseits lernten wir über das Leben – das des Propheten Eliah. Jeden Tag wurde uns ein Teil der Geschichte über den Propheten Eliah erzählt. Eliah war ein begeisterter Christ, der die Menschen um sich herum von Gott überzeugen wollte und es mit seinem Glauben an ihn auch geschafft hat. Jeden Tag malten wir kleine Bilder zur Geschichte, die wir an einem Wanderstock befestigten. Diesen durften wir als Erinnerung mit nach Hause nehmen. Wir bereiteten gemeinsam Essen zu, saßen gemütlich beim Lagerfeuer beisammen und atten sehr viel Spaß. Wir wanderten ins Schwimmbad und fuhren in einen Kletterwald – das war toll! Wir bedanken uns bei allen Organisatoren und Helfern, die diese tollen Tage ermöglicht haben!

[William Keller und alle Teilnehmer des Zeltlagers 2021]

Kinoabend am 17. Juli

Unser Kinoabend fiel in diesem Jahr buchstäblich „ins Wasser“. Heftige Regenfälle mit Überflutungen in Neukirch machten Straßen unpassierbar und weichten den „Kinosaal“ auf.

Konfirmation 2021 in Neukirch

Konfirmation 2021 in Neukirch
Am 11. Juli fand in unserer Kirche in Neukirch die Konfirmation statt. 18 junge Konfirmanden haben an diesem Tag ihr eigenes Ja zu Gott bekundet. Davor empfingen noch 3 Konfirmanden die heilige Taufe. Im Anschluss an die Segnung der Konfirmanden feierten diese ihr erstes Abendmahl mit ihrem eigenen an sie überreichten Abendmahlsbecher. Die Kirche war mit zahlreichen Gästen der Konfirmanden und anderer Gottesdienstbesucher sehr gut besucht. Durch die musikalische Ausgestaltung des Gottesdienstes mit dem Kirchen- und Posaunenchor wurde ein sehr festlicher Rahmen geschaffen. Der Festgottesdienst und das schöne Wetter haben sicherlich für jeden einzelnen Konfirmanden zu diesem besonderen Tag beigetragen.
Konfirmiert wurden in diesem Jahr:
Selina Auste,
Emely Beyer,
Jennifer Beyer,
Max Fröde,
Louis Gärtner,
Arne Grützner,
Franz Hache,
Leonie Hartmann,
Luca Louis Hiller,
Lukas Jensch,
Laura Kauroff,
Lena Körner,
Daan Lucas Krenz,
Finn Oliver Krenz,
Elsa Richter,
Lentje Senst,
Erwin Thomas,
Lucas Werner,
Erich Ziesche

[T. Petschel]

 

Valtenberggottesdienst 2021

Bei schönstem Wetter fand am 27. Juni der traditionelle Valtenberg-Gottesdienst unserer Kirchgemeinde Neukirch-Steinigtwolmsdorf statt. Viele Gottesdienstbesucher machten sich auf den Weg, ob zu Fuß, per Rad oder mit dem bereitgestellten Fahrdienst. Der Posaunenchor gab die musikalische Umrahmung, um Gottes Wort in Gottes freier Natur zu hören. Die eingesammelte Kollekte war diesmal für die Partnerarbeit des Kirchenbezirkes Bautzen mit Tansania bestimmt. Sie ist für die Anschaffung von Blasinstrumenten zum Aufbau eines Posaunenchors in der Partnergemeinde vorgesehen. Zum Gottesdienst konnten sich die Besucher auch über die Partnerschaft mit Tansania anhand von Informationstafeln informieren. Im Anschluss an den Gottesdienst wurde die Gastronomie der Berggaststätte von vielen genutzt, was für viele den Gottesdienstbesuch abrundete. Für diesen sehr schönen Gottesdienst auf unserem Hausberg gilt allen Beteiligten ein großer Dank, speziell Herrn Ulbricht, der FFW-Neukirch und der eja-Bautzen für die Bereitstellung von Fahrdienst und Fahrzeugen.
[T. Petschel]

Endlich wieder Livemusik!

Der erste Streich - das erste Konzert - nach so langer Zeit!
Am Samstag, 5. Juni, waren das „Detmolder Posaunenquartett“ sowie Stephan Bischof vom MDR als Sprecher in unserer Neukircher Kirche zu einem besonderen Familienkonzert zu Gast. Schon am Vortag stellten die jungen Leute ihre Instrumente in der Grundschule Neukirch den Kindern der 3. Klassen vor und machten sie neugierig auf das folgende Konzertprogramm: „Max und Moritz“ von Wilhelm Busch, verwandelt in ein musikalisches Hörspiel von Jan Koetsier, wurde so lebendig und eindrucksvoll dargestellt, dass die Lausbuben sich doch direkt hinter einer Kirchenbank zu verstecken schienen. „Rumms, da geht die Pfeife los“ und ein goldener Regen ergoss sich über dem Publikum, dann regnete es plötzlich süße Käfer, die hurtig von den Grundschülern in den ersten Reihen aufgesammelt wurden. Werke von Gershwin, Debussy und Bernstein rundeten den zweiten Teil des Konzertes ab. Der große Applaus für Neele Hülser, Johannes Opp, Magnus Schröder und Friedrich Hultsch war Ausdruck eines langersehnten und wiedergewonnen Hörgenusses - übertragen durch die Musizier- und Spielfreude der vier Musiker. Die über 100 Zuhörer gingen frohen Herzens in einen der ersten Sommerabende! Herzlichen Dank den Mitwirkenden für dieses wunderschöne, gelungene Konzert.
[I. Hultsch, Kantorin]

Neues vom Kirchturm

Wie schon in den Vorjahren kam auch im diesjährigen Mai Herr Urbahn aus Bautzen, um in die Nistkästen in unserem Kirchturm zu schauen. Die vier Kästen in der Glockenstube waren wieder von Dohlen besetzt, die auch alle Jungvögel ausgebrütet hatten. Bemerkenswert ist, so erzählte Herr Urbahn, dass unsere Dorfbewohner zahlreicher und auch deutlich kräftiger sind als die Stadtvögel z.B. in Maria-Martha. Futter finden die Altvögel in der Stadt leichter, aber diese weggeworfenen Reste sind eben nicht so nahrhaft und bekömmlich wie die Insekten und Würmer, die unsere Dohleneltern heranschaffen. Dieses Jahr hatten wir in einem Kasten oben in der Laterne drei kleine Turmfalken. Eigentlich brüten diese Vögel lieber draußen unter Simsen oder Dachkanten. Durch den kalten April haben sie wohl doch einen geschützteren Platz bevorzugt, auch wenn die Start- und Landebahn etwas eingeengt ist. Auf dem Bild sind sie noch sehr klein, geschätzt 14 Tage alt. Eine Nachkontrolle nach zwei Wochen bestätigte ihr gutes Gedeihen, und nun tragen sie auch wie ihre Stiefgeschwister Ringe. Mit einem starken Fernglas kann man die Ringnummern erkennen, und so wissen wir, dass Neukircher Dohlen gern in Bautzen zu Besuch sind, doch auch bis an der Ostsee sind Vögel von unserem Kirchturm beobachtet worden. Es macht viel Freude, dieses neue Leben in jedem Frühjahr begrüßen und ganz vorsichtig in der Hand halten zu können. "Sehet die Vögel unter dem Himmel - sie sähen nicht, sie ernten nicht, und unser himmlischer Vater ernährt sie och!" Ein klein wenig menschliches Zutun ist aber gewiss in Ordnung.
[C. Krause]