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Andacht von Pfarrer Briesovsky

Jahreslosung für 2019:

Suche Frieden und jage ihm nach!

Psalm 34,15

Liebe Leserinnen und Leser,

Es ist Urlaubszeit. Wir suchen nach Erholung. Dazu fahren wir weit weg oder genießen den eigenen Garten – auf jeden Fall soll all das, was uns belastet, einmal für wenigstens zwei Wochen zurückbleiben. Ein Stück Paradies auf Erden – das ist es, was wir uns erhoffen, wenn auch nur für kurze Zeit. Das Paradies oder „das Himmelreich“ ist ein Sehnsuchtsort. Und im Kleinen erleben wir das manchmal sogar, so ein Stück Himmel auf Erden: im Urlaub am Meer oder in den Bergen, sonntags bei einem Ausflug ins Grüne, auf einer Feier im Kreise von Menschen, die wir mögen und überall dort, wo uns Gutes geschieht.

Auch das Titelbild zeigt ein Stück Himmel auf Erden, wie ich finde. Oft nehmen wir das gar nicht mehr wahr. Sollten Sie den Blick dafür verloren haben, dann lassen Sie ihn sich einfach wieder neu schenken, indem Sie sich Zeit dafür nehmen. Das Volk Israel zu Beginn des ersten Jahrhunderts spürte nicht viel vom Himmelreich. Arbeit, Krankheit, Druck durch fremde Herren, Sorgen, was morgen sein wird – zu viel, was auf ihnen lastete und sie stöhnen ließ, als dass sie sagen konnten: Es ist wie im Himmel! Nein, der Himmel war weit, weit weg.

Allerdings hatte dieses Volk eine große Hoffnung:
Einmal wird ein Nachkomme Davids kommen – ein Sohn Davids – einer, der wie die alten Könige aus der Glanzzeit Israels von Gott selbst eingesetzt sein wird, um ihnen Frieden zu bringen. Ein von Gott Gesalbter – der Messias. Ein König, der die großen Könige Israels noch bei weitem übertreffen wird an Herrlichkeit und Macht. Auf ihn haben sie gewartet – die Frommen im Lande und die Gescheiterten. Denn die Sehnsucht danach hatte Gott ihnen durch seine Propheten ins Herz gelegt. Darum sendet Jesus ihnen die Zwölf, ihnen kund zu tun: „Das Himmelreich ist nahe!“ Matthäus berichtet: „In jener Zeit rief Jesus seine zwölf Jünger zu sich und gab ihnen die Vollmacht, die unreinen Geister auszutreiben und alle Krankheiten und Leiden zu heilen. Die Namen der zwölf Apostel sind: an erster Stelle Simon, genannt Petrus, und sein Bruder Andreas, dann Jakobus, der Sohn des Zebedäus, und sein Bruder Johannes, Philippus und Bartholomäus, Thomas und Matthäus, der Zöllner, Jakobus, der Sohn des Alphäus, und Thaddäus, Simon Kananäus und Judas Iskariot, der ihn später verraten hat. Diese Zwölf sandte Jesus aus und gebot ihnen: Geht nicht zu den Heiden, und betretet keine Stadt der Samariter, sondern gehtzu den verlorenen Schafen des Hauses Israel. Geht und verkündet: Das Himmelreich ist nahe!“ Matthäus 10,1-7
In Jesus kommt der, den die Propheten versprochen haben, zu seinem Volk und lässt ihnen sagen: „Das Himmelreich ist nahe!“ –Und die, die in ihm den verheißenen Sohn Davids erkannten, wurden von großer Hoffnung und Freude erfüllt, denn: ER, der Messias, wird wahr machen, was er versprochenhat – ein Reich des Friedens und ewiges Leben!
Auch wir haben mit unserer Taufe die Verheißung des Himmelreichs empfangen. Wer dem Wort Christi vertraut, wird es erleben – und das nicht nur für zwei Urlaubswochen –für ewig! Lassen Sie sich auch diese Einsicht neu schenken!
Einen himmlischen Sommer,
Ihr Pfarrer Briesovsky