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Andacht von Pfarrer Briesovsky

Jahreslosung für 2019:

Suche Frieden und jage ihm nach!

Psalm 34,15

Liebe Leserinnen und Leser,

Aus der Konfirmationspredigt 2019:
Es geht bei der Konfirmation im Kern um eine unsichtbare innere Bekleidung. Es geht um ein phantastisches Kleid, einen wunderbaren Anzug, der allerdings mit bloßem Auge nicht sichtbar ist. Es ist ein Kleidungsstück, das euch in der Taufe angezogen wurde - euer unsichtbares Taufkleid. Die Bibel nennt es den „Mantel der Gerechtigkeit“ oder „Kleider des Heils“. Jesus selbst hat euch in der Taufe, die er gestiftet hat, das neue Gewand angezogen, und er hat euch darüber hinaus seinen Heiligen Geist und den Glauben geschenkt, auch wenn ihr den als Säuglinge überhaupt noch nicht äußern konntet. Was Gott damals bei der Taufe getan hat, das ist vollkommen und genügt, um in den Himmel zu kommen. Warum dann aber heute die Konfirmation? Heute geht es darum, dass ihr mit eigenem Mund den Glauben bekennt, den Eltern und Paten bei eurer Taufe stellvertretend für euch bekannt haben. „Ich will mit Jesus Christus, meinem Herrn, leben und in seiner Kirche bleiben.

Nur mit Gottes Hilfe könnt ihr im Glauben bleiben und euer Konfirmationsversprechen halten. Der, der euch das Heil und neues Leben geschenkt hat, der muss euch auch darin erhalten und bewahren. Das heißt nicht, dass es egal ist, was ihr in Zukunft tut und wie ihr lebt. Denn ihr müsst lernen, euch in diesem Taufkleid zu bewegen. Dazu möchte ich euch und der ganzen Gemeinde zum Schluss vier Tipps mit auf den Weg geben – vier Tipps, wie man mit den Kleidern des Heils richtig lebt.

Tipp 1: Lest regelmäßig in der Bibel und lasst Gottes Wort euer Leben bestimmen. Sein Wort ist der Maßstab für euer Leben, auch wenn der nicht immer dem herrschenden Zeitgeist entspricht.

Tipp 2: Kommt zum Gottesdienst. Hier dient euch Gott mit seinem Wort und Sakrament. Hier stärkt er euch den Glauben. Hier bekommt ihr die Hilfe, um die ihr ja bittet, wenn ihr gleich sprecht: „Ja, mit Gottes Hilfe“. Und hierher kommen wir zusammen als sein Volk, um ihn zu loben, zu danken und zu ihm zu beten, gemäß dem 3. Gebot: Du sollst den Feiertag heiligen.

Tipp 3: Der ergibt sich aus dem zweiten: Es ist die Gemeinschaft mit anderen Christen. Nicht umsonst hat Christus die Kirche ins Leben gerufen und zu ihrer Leitung Hirten eingesetzt. Die Gemeinschaft mit anderen Christen ist in der heutigen Zeit besonders wichtig, weil in unserer Zeit eher unchristliche Einflüsse auf uns einströmen. Wenn uns Christus prägen und der Glaube erhalten bleiben soll, dann geht das nicht ohne die Gemeinde.

Und beim vierten Tipp geht es um die Gaben, die Gott euch mitgegeben hat – alles, was ihr habt und könnt. Nutzt diese Gaben und setzt sie zu Gottes Ehre ein. Vergesst dabei auch nicht eure Kirchgemeinde. Seid bereit, mitzuarbeiten, Gott zu dienen und dann, wenn ihr Geld verdient, etwas davon auch für eure Kirchgemeinde zu geben, denn sie ist Gottes Werk, um uns seinen Segen und ewiges Leben zu schenken.
Liebe Konfirmanden, liebe Gemeinde,
vergesst diese vier Tipps nicht: Gottes Wort, der Gottesdienst, die Gemeinschaft mit Christen und eure Gaben. Vor allen Dingen aber vergesst nicht, in welcher Kleidung ihr steckt: Ihr habt die Kleider des Heils angezogen – ihr seid in Christus. Lebt so, dass es zu eurer Kleidung passt. Und vor allem: Legt sie nie, nie ab. Denn die Bibel sagt: „In keinem andern ist das Heil“ (Apg. 4,12). In keinem anderen, allein in Christus! Amen.

Euer Pfarrer Briesovsky