Kirchgemeinden Neukirch & Steinigtwolmsdorf

Andacht von Pfarrer Briesovsky

Groß und wunderbar sind deine Taten, Herr und Gott, du Herrscher über die ganze Schöpfung. Gerecht und zuverlässig sind deine Wege, du König der Völker.

Offb 15,3

Liebe Leserinnen und Leser,

wie das Läuten einer großen Glocke, so klingen für mich die Worte des Monatsspruchs vom November aus der Offenbarung des Johannes. „Gott regiert!“ sagen sie, „Gott ist König der Völker.“ Für viele mag dieses Bekenntnis realitätsfern klingen: „Unsere Welt würde doch nicht so aussehen, wenn das wahr wäre und Gott regiert!“, sagen sie. Aber wir singen im Gottesdienst nichts anderes, wenn die Gemeinde auf den Ruf: „Ehre sei Gott in der Höhe“ antwortet: „Allein Gott in der Höh´ sei Ehr´ und Dank für seine Gnade. Darum dass nun und nimmermehr uns ´rühren kann kein Schade. Ein Wohlgefall´n Gott an uns hat, nun ist groß Fried ohn´ Unterlass. All Fehd´ hat nun ein Ende.“„ ... groß Fried ohn´ Unterlass. All Fehd´ zu Ende“? Ja! Wir nehmen hier im Glauben vorweg, was einmal sein wird und wovon wir überzeugt sind. Warum? Weil wir an jemand glauben, der uns darin gewiss macht - Jesus. Wir sehen sehr wohl, dass diese Welt immer mehr aus dem Ruder läuft.
Zunehmende Gewaltbereitschaft. Geldgier auf der einen, Armut und Hunger auf der anderen Seite. Ungerechtigkeiten, denen mit schönen Worten aber wenig hilfreichen Taten begegnet wird. Politische und religiöse Polarisierungen, unter denen weltweit betrachtet übrigens vor allem überzeugte Christen zu leiden haben. „Gott regiert als König der Völker“? Ja! Wir glauben daran oder wir wären keine Christen!

Wer die Bibel liest, den wird das Übel nicht überraschen. Sie sagt negative Entwicklungen voraus. Und zwar als Anzeichen des nahenden Endes dieser Welt. Darüber hinaus lässt sie aber keinen Zweifel aufkommen, dass der Erfinder dieser Welt, der lebendige Gott, souverän über allem steht. Auch wenn es auf den ersten Blick scheinen mag, als ob Gott das Unrecht nicht kümmert – es bleibt dabei: ER hat alles im Griff! Am Ende wird er abrechnen. Jede Ungerechtigkeit und alles Böse wird er dann zur Sprache bringen und mit Gerechtigkeit darüber richten. Es gibt eine Gerechtigkeit! Darauf können wir uns verlassen! erechtigkeit wird auch denen widerfahren, die ihren Glauben an Jesus Christus mit Leid und Verfolgung, viele sogar mit ihrem Leben bezahlen mussten. Gott wird sie befreien us ihrem Elend. Und dann werden diese Menschen ein Loblied anstimmen! Ein Lied der Befreiung! Im Monatsspruch aus Offenbarung 15, hören wir die erste Strophe dieses Liedes: „Groß und wunderbar sind deine Werke, Herr, allmächtiger Gott! Gerecht und wahrhaftig sind deine Wege, du König der Völker!“ Diese Menschen kommen aus großer Trübsal und besingen jetzt Gottes Gerechtigkeit! Das kann nur einordnen, wer an Jesus Christus glaubt!

Es ist eine Einladung zum Gottvertrauen! Wir sind eingeladen, unser Leben Jesus Christus anzuvertrauen und ihm zu folgen. Wie immer nser Weg weitergehen mag, das Ziel ist gewiss: Jesus verspricht uns: „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.“ Uns an IHN zu erinnern, dazu läuten unsere Glocken. Auch in Weifa gibt es seit mittlerweile 40 Jahren eine Glocke, die regelmäßig geläutet wird. Vorn auf dem Titelbild ist der Glockenturm zu sehen. Ich möchte Ihnen Mut machen: Vertrauen Sie sich Jesus Christus an! Ihr Leben gewinnt so eine neue Dimension! Die Dimension der Hoffnung und Erwartung! Und die Gewissheit: Er bringt mich ans Ziel! Was immer auch kommen mag!

Ihr Pfarrer Briesovsky